Im Böhmerwald werden die Kanalarbeiter zu einer beliebten Touristenattraktion
Zwei der letzten Schwemmer: Hans Wimberger (l.) und Walter Pöschl Foto: Hartl
AIGEN. Brennholz, das am Schwarzenbergischen Schwemmkanal bis nach Wien verschickt wurde, galt bis 1892 als eine der wichtigsten Einnahmequellen der Region. Jetzt lockt die einstige Hauptschlagader der Wirtschaft hunderte Touristen an – sogar aus Chile.
Mit klobigen Ganzholzschuhen, dicken Wollsocken, Vierfleck und einer langen Stange in der Hand stehen Hans Wimberger und Walter Pöschl am Ufer des Schwemmkanals und geben den daherschwimmenden Holzstücken den nötigen Drall. Für den aus Schlägl stammenden Pöschl ist es das erste Mal, dass er Holz schwemmt. Umgeben von zahlreichen Mithelfern und Touristen ist die Arbeit kein Knochenjob, wie noch vor mehr als hundert Jahren, sondern eine beliebte Touristenattraktion mitten im Böhmerwald.
Nostalgie pur
Begleitet von Musikergruppe aus St. Oswald, die sogar aus dem Alphorn professionelle Töne locken konnten, begann die Schauschwemme mit dem Einwerfen der Holzscheite in den Iglbach. Während der goldenen Zeit der Schwemme – von 1793 bis 1892 wurden rund acht Millionen Raummeter Holz vom Böhmerwald bis nach Wien transportiert. Bis zu 800 Arbeiter waren an einem Tag im Einsatz.
Weit gereist
Heute zeigt die Schauschwemme die große kulturelle Verbundenheit der tschechischen und österreichischen Bevölkerung und ist deshalb ein Anziehungspunkt für Touristen. Viele der Besucher reisten per Bus, mit dem Rad oder zu Fuß an. Die Schaulustigen konnten sich bei der Schauschwemme selbst beteiligen und mithelfen, das Holz entlang des Kanals zu driften. Um dieses Schauspiel live mitzuerleben nahm manch ein Besucher auch die weite Anreise aus Hessen und sogar aus Chile in Kauf.
Schauschwemmen
Die nächste Schauschwemme findet am Dienstag, 14. August um 14.30 statt. Anreise mit Bus wird angeboten. Nähere Infos unter:
www.boehmerwald.at
Nostalgie pur
Begleitet von Musikergruppe aus St. Oswald, die sogar aus dem Alphorn professionelle Töne locken konnten, begann die Schauschwemme mit dem Einwerfen der Holzscheite in den Iglbach. Während der goldenen Zeit der Schwemme – von 1793 bis 1892 wurden rund acht Millionen Raummeter Holz vom Böhmerwald bis nach Wien transportiert. Bis zu 800 Arbeiter waren an einem Tag im Einsatz.
Weit gereist
Heute zeigt die Schauschwemme die große kulturelle Verbundenheit der tschechischen und österreichischen Bevölkerung und ist deshalb ein Anziehungspunkt für Touristen. Viele der Besucher reisten per Bus, mit dem Rad oder zu Fuß an. Die Schaulustigen konnten sich bei der Schauschwemme selbst beteiligen und mithelfen, das Holz entlang des Kanals zu driften. Um dieses Schauspiel live mitzuerleben nahm manch ein Besucher auch die weite Anreise aus Hessen und sogar aus Chile in Kauf.
Schauschwemmen
Die nächste Schauschwemme findet am Dienstag, 14. August um 14.30 statt. Anreise mit Bus wird angeboten. Nähere Infos unter:
www.boehmerwald.at
Mit klobigen Ganzholzschuhen, dicken Wollsocken, Vierfleck und einer langen Stange in der Hand stehen Hans Wimberger und Walter Pöschl am Ufer des Schwemmkanals und geben den daherschwimmenden Holzstücken den nötigen...
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