18-Jähriger bekennt sich des Mordes schuldig - Das Urteil: 9 Jahre Haft
Foto: Scharinger
BRAUNAU/RIED. Zu neun Jahren Haft wegen Mordes an seinem 16-jährigen Mitschüler ist ein heute 18-Jähriger verurteilt worden. Das Motiv waren nicht erwiderte Liebesgefühle.
Bis kurz vor Mitternacht dauerte der Prozess im Landesgericht Ried ehe ein Urteil feststand: Neun Jahre Haft für den heute 18-jährigen Angeklagten, der im November letzten Jahres seinen 16-jährigen Mitschüler Sebastian Delhaye beim Lernen ermordete. Das Gericht verfügte eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Schuldig bekannt
Der Jugendliche, der zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt war, bekannte sich schuldig. Er gab auch zu, sich doch an mehr erinnern zu können als er bei den Einvernahmen angab und nicht, wie er sagte, an einem totalen Blackout litt. „Ich wollte das nie wahrhaben“, erklärte er vor Gericht, „aber es ist die letzte Möglichkeit, dass die Wahrheit rauskommt.“ Allerdings glaube er nicht, dass er so gefährlich ist, wie es im Gutachten steht, wie er nach seinem Schuldgeständnis beteuerte. Wenn seine Depressionen entsprechend behandelt werden, gehe keine Gefahr von seinem Mandanten aus, betonte der Verteidiger, eine Einweisung in eine Anstalt sei nicht nötig. Dem schloss sich das Gericht nicht an.
Als mildernd wurde das Geständnis des Jungen und seine psychische Beeinträchtigung gewertet, als erschwerend die besondere Heimtücke und Brutalität der Tat sowie deren Planung. Er hatte auf seinen Schulfreund laut Obduktion 25 bis 30 Mal mit einem Messer eingestochen und zweimal mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen. Der ursprüngliche Plan jedoch war es, das Opfer mit einem Hammer bewusstlos zu schlagen und es anschließend mit einem Seil aufzuhängen, gestand der 18-Jährige, das Messer sei eigentlich Plan B gewesen. Auch dass er im Vorhinein Internetrecherchen zur Tat durchführte gab er zu, allerdings wisse er nicht mehr nach welche Begriffen, laut Staatsanwältin waren dies zum Beispiel „Mord“, er genau suchte.
Motiv: unerwiderte Liebe
Auf die Frage warum er diese Tat beging, gab der Bursch an, dass er in seinen Freund verliebt gewesen sei. Dieser habe seine Gefühle aber nicht erwidert und sich von ihm zurückgezogen. Der damals 17-Jährige, den immer wieder Selbstmordgedanken quälten, beschloss daraufhin sich umzubringen und den anderen in den Tod mitzunehmen.
Schuldig bekannt
Der Jugendliche, der zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt war, bekannte sich schuldig. Er gab auch zu, sich doch an mehr erinnern zu können als er bei den Einvernahmen angab und nicht, wie er sagte, an einem totalen Blackout litt. „Ich wollte das nie wahrhaben“, erklärte er vor Gericht, „aber es ist die letzte Möglichkeit, dass die Wahrheit rauskommt.“ Allerdings glaube er nicht, dass er so gefährlich ist, wie es im Gutachten steht, wie er nach seinem Schuldgeständnis beteuerte. Wenn seine Depressionen entsprechend behandelt werden, gehe keine Gefahr von seinem Mandanten aus, betonte der Verteidiger, eine Einweisung in eine Anstalt sei nicht nötig. Dem schloss sich das Gericht nicht an.
Als mildernd wurde das Geständnis des Jungen und seine psychische Beeinträchtigung gewertet, als erschwerend die besondere Heimtücke und Brutalität der Tat sowie deren Planung. Er hatte auf seinen Schulfreund laut Obduktion 25 bis 30 Mal mit einem Messer eingestochen und zweimal mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen. Der ursprüngliche Plan jedoch war es, das Opfer mit einem Hammer bewusstlos zu schlagen und es anschließend mit einem Seil aufzuhängen, gestand der 18-Jährige, das Messer sei eigentlich Plan B gewesen. Auch dass er im Vorhinein Internetrecherchen zur Tat durchführte gab er zu, allerdings wisse er nicht mehr nach welche Begriffen, laut Staatsanwältin waren dies zum Beispiel „Mord“, er genau suchte.
Motiv: unerwiderte Liebe
Auf die Frage warum er diese Tat beging, gab der Bursch an, dass er in seinen Freund verliebt gewesen sei. Dieser habe seine Gefühle aber nicht erwidert und sich von ihm zurückgezogen. Der damals 17-Jährige, den immer wieder Selbstmordgedanken quälten, beschloss daraufhin sich umzubringen und den anderen in den Tod mitzunehmen.
Bis kurz vor Mitternacht dauerte der Prozess im Landesgericht Ried ehe ein Urteil feststand: Neun Jahre Haft für den heute 18-jährigen Angeklagten, der im November letzten Jahres seinen 16-jährigen Mitschüler...
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