Bei ihrer Tour durch den Bezirk suchten WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner (2. v. r.), Wirtschaftsbund-Direktor Gottfried Kneifel (r.) und Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Michael Pecherstorfer (l.) den Kontakt mit regionalen Wirtschaftstreibenden. Foto: Cityfoto/Mayr
EFERDING. Sehr positiv sind die Daten des Bezirks Eferding im Bereich Unternehmensgründungen, Arbeitsmarkt und Lehre. Aktuell gibt es im Bezirk 1.910 WKO-Mitglieder, davon üben 1.525 ein Gewerbe aktiv aus. Knapp 500 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen mehr als 5.800 Mitarbeiter. 177 Lehrbetriebe bilden 505 Jugendliche aus. Im Jahr 2011 gab es im Bezirk 87 Neugründungen und zehn Betriebsübernahmen. Im Bezirk zählt der Wirtschaftsbund 362 Mitglieder. „Wir stellen Bürgermeister, Gemeinderäte und viele Funktionäre in Tourismus sowie Zweckverbänden“, betont Gottfried Kneifel, Wirtschaftsbund-Direktor OÖ. „Es gibt auch einige Fakten, die uns als Wirtschaftsstandort zu schaffen machen“, erklärt Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Michael Pecherstorfer. Vor allem die sehr hohe Auspendlerquote saugt das regionale Arbeitskräftepotenzial ab. „Allen Umfragen zufolge ist der Fachkräftemangel schon heute einer der größten Wachstumshemmer der heimischen Wirtschaft“, so WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, „sieben von zehn Unternehmen haben Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden, bei Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern ist bereits jeder zweite betroffen. Die demografische Entwicklung wird diese Situation noch verschlimmern“. Die 15-Jährigen werden bis 2013 um mehr als zwölf Prozent abnehmen, die 60- bis 65-Jährigen um mehr als 15 Prozent zulegen. Der „Wettbewerb“ um die Jugendlichen zwischen den Schulen und den Lehrbetrieben wird noch schärfer werden.