Spatenstich für neues Bezirksseniorenheim in Freistadt

Susanne  Überegger Susanne Überegger, Tips Redaktion, 28.04.2017 15:43 Uhr

Zum spätwinterlichen Spatenstich für das neue Bezirksseniorenheim Freistadt waren am Freitagnachmittag so viele Festgäste gekommen, dass die 20 bereitgestellten Spaten fast zu wenig wurden. Aber allen war die Freude über das moderne Heim, das im Mai 2019 seiner Bestimmung übergeben werden soll, anzusehen.

„Für uns ist der heutige Spatenstich ein Jahrhundertereignis“, hob Alois Hochedlinger, Bezirkshauptmann und Obmann des Sozialhilfeverbandes Freistadt, die Bedeutung des Tages hervor. Das 1966 eröffnete Seniorenheim hätte dringend einer Renovierung bedurft. Da die Kosten dafür allerdings die Kosten eines Neubaus bei weitem überstiegen hätten, wurde entschieden, das Heim neu zu bauen.

120 Betten, Friseur, Kiosk und Kapelle

120 Betten - davon 117 Norm- und drei Kurzzeitpflegebetten - sowie sechs Plätze für die integrierte Tagesbetreuung sollen nach der Eröffnung im Mai 2019 zur Verfügung stehen. Neu ist, dass die Pflege der Bewohner nach dem Prinzip des Hausgemeinschaftsmodells organisiert wird. Ergänzt wird das Angebot durch ein Tageszentrum mit zehn Betreuungsplätze. Das Angebot vor Ort bereichern ein Friseur, ein Kiosk sowie eine Kapelle.

15,5 Millionen Euro Baukosten

Geplant wurde der Neubau vom Architekturbüro Gärtner & Neururer. Die Baumeisterarbeiten übernehmen vier Unternehmen aus dem Mühlviertel als Arbeitsgemeinschaft: die Firmen Singer, Kern und Holzhaider aus dem Bezirk Freistadt und die Firma Weber aus dem Bezirk Rohrbach. Abgewickelt wird der Bau von der WSG. Die Gesamtkosten inklusive Abbrucharbeiten belaufen sich auf 15.529.500 Euro.

Kräftiger Impuls für die regionale Wirtschaft

„Ich freue mich, dass der Bau der regionalen Wirtschaft einen kräftigen Impuls geben wird“, betonte Hochedlinger in seiner Rede. Auch LAbg. Peter Handlos (FPÖ) in Vertretung von LH-Stv. Manfred Haimbuchner wies darauf hin, dass das Bauprojekt viele Arbeitsplätze in der Region schaffen würde. Freistadts Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer (ÖVP) hob den Vorzeigeprojekt-Charakter hervor, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es wichtig wäre, eine andere (Teil)Lösung für das alte Seniorenheim zu finden, als die Abrissbirne. „Das Gebäude hat Potenzial als Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigungen.“

WSG-Obmann Heinz Rechberger, für den der Spatenstich in Freistadt übrigens an seinem letzten offiziellen Arbeitstag vor Antritt des Ruhestandes am Programm stand, sagte in seiner Festansprache: „Die WSG durfte in Freistadt schon Wohnungen und Kindergärten errichten, außerdem hat sie das Resch-Haus in der Böhmergasse gerettet und die Sauna im Hallenbad saniert. Wir freuen uns über dieses neue Projekt, dem lange, aber faire Verhandlungen vorausgegangen sind.“

Danke an die Mitarbeiter

LAbg. Gabriele Lackner-Strauss (ÖVP) sprach von einer großen Herausforderung, vor welcher die Gesellschaft durch die demografische Entwicklung steht und nützte den Anlass, den Mitarbeitern des Seniorenheims für ihre Arbeit herzlich zu danken: „An euch wird es liegen, wie die Qualität des Hauses sein wird, und ich bin mir sicher, die wird hier spitze sein.“

Herausforderung demografische Entwicklung

Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) betonte in ihrer Festrede, dass das Land Oberösterreich über ein flächendeckendes und qualitativ sehr hochwertiges Angebot an Alten- und Pflegeheimplätzen verfügt. Dennoch sei das Land Oberösterreich gefordert, schon heute Vorkehrungen zu treffen, um mit den demografischen Entwicklungen Schritt halten zu können: „Bis zum Jahr 2040 wird sich die Anzahl an betreuungs- und pflegebedürftigen Mitbürger um fast 60 Prozent auf rund 126.000 Personen erhöhen. Daher werde ich die Altenbetreuung weiterentwickeln, um unseren älteren Mitbürger/innen individuelle und für die jeweilige Lebenssituation maßgeschneiderte Angebote legen zu können. Dazu gehören auch alternative Formen der Betreuung, wie wir sie im neuen Altenpflegeheim Freistadt beispielsweise im Tageszentrum und mit der integrierten Tagesbetreuung anbieten können.“

 

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