Ein singender Tierarzt schenkt im Haus Abendfrieden Lebensfreude

Claudia Natschläger, Leserartikel, 27.08.2012 16:00 Uhr

GALLNEUKIRCHEN. Dass ehrenamtliche Tätigkeit keine Altersbegrenzung kennt, das beweist der 85-jährige Dr. Karl Kaltenböck an jedem einzelnen Freitag. Denn dann besucht der ehemalige Tierarzt das Haus Abendfrieden, um mit seinen älteren Bewohnern gemeinsam zu singen.

Acht bis zwölf Sängerinnen folgen wöchentlich dem Hinweis der im Eingangsbereich der Hausgemeinschaft 1 aufgestellten Tafel mit dem Titel „Singen mit Herrn Kaltenböck, 15 Uhr“. Viele Teilnehmerinnen kennen den musikalischen Tierarzt bereits seit Jahren. Einige durch seine einstige berufliche Tätigkeit, andere aufgrund seiner Mitarbeit im ökumenischen Arbeitskreis. „Das Singen im Haus Abendfrieden ist ein richtiger Fixpunkt für mich geworden. Ich komme gern hierher, denn die Atmosphäre ist so angenehm familiär“, erzählt Kaltenböck. Zu seinem Ehrenamt gekommen ist der Rentner durch Zufall: „Meine Nachbarin kam, als sie pflegebedürftig wurde, ins Haus Abendfrieden. Ich habe sie bis zu ihrem Tod regelmäßig besucht. Danach haben mich die Bewohner und Mitarbeiter gefragt, ob ich nicht weiterhin kommen möchte.“ Zudem seien die regelmäßigen musikalischen Treffen mehr als nur das bloße Singen von Volks- und Kinderliedern: „Es braucht ein Gegengewicht zum rein wirtschaftlichen Denken und zu einem rein auf Materialistisches ausgerichteten Leben.“ Und trotz einer Herzklappenoperation im Frühsommer denkt der agile Senior noch lange nicht ans Aufhören: „Ich komme, solange ich kann. Es gibt auch meinem Leben einen Sinn, und es macht mir Freude, anderen eine Freude zu machen.“

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