Astronomen wollen Gmundner zu begeisterten Sternenguckern machen
Das „Auriga“-Team um Obmann Hagen Tolle (Mitte) bietet die Möglichkeit, sich mit der Beobachtung des Weltraums intensiv zu beschäftigen.
Spezielle Himmelserscheinungen locken immer wieder Hobby-Astronomen auf die Sternwarte Gmunden.
Der Sternenhimmel über dem Traunsee Foto: Kurat
„Auriga" ist nicht nur der lateinische Ausdruck der Sternbild-Bezeichnung „Fuhrmann". Das Wort bedeutet auch Steuermann, Wagenlenker oder Wegbereiter und weist auf die ambitionierten Vereinsziele hin. „Wir haben uns die Aufgabe gestellt, eine astronomische Grundlagenbildung in unserer Region durchzuführen, also ,Volksastronomie‘ zu betreiben", so Sternwarte-Gmunden-Leiter Hagen Tolle.
„Aktionistische" Astronomen
Dies soll vor allem mit öffentlichen Führungen, dem Besuch von Schulklassen und anderer Institutionen auf der Sternwarte oder auch im Klassenzimmer sowie einer aktiven „Straßenastronomie" geschehen. Bei letzterer wird ein mobiler Beobachtungsplatz in Fußgängerzonen errichtet, damit Passanten einen Blick zu den Sternen werfen können - wie bereits bei der letzten „Langen Nacht der Museen".
Vorträge, Spezialführungen und individuelle Beobachtungsmöglichkeiten
Das „Auriga"-Team kümmert sich bereits seit Jahren um den Erhalt der Gmundner Sternwarte und will mit einem vielfältigen Führungsprogramm seine Arbeit weiter ausbauen. So wird im April der weltweite „Astonomische Monat" und am 28. April der „Astronomietag" gefeiert. Vorträge wissenschaftlicher Beiräte des Vereins stehen ebenso an wie ein „Tag der offenen Sternwarte" am 4. August. Die Gelegenheit zu einer ganz besonderen Sonderführung bietet der Venustransit vor der Sonne am 6. Juni um 4 Uhr früh. Der nächste findet übrigens erst wieder im Jahr 2117 statt. Zudem können Schulklassen und Privatpersonen Sonderführungen vereinbaren oder gemeinsame Beobachtungsabende organisiert werden. „Es darf aber auch natürlich einzeln beobachtet werden", so Tolle.
Die Mitglieder können die Infrastruktur der Sternwarte nutzen und bekommen Tipps beim Teleskopkauf, auch Kauf-Sonderkonditionen sind möglich. Dazu gibt´s eine professionelle Einschulung im Umgang mit dem Teleskop. „Das freundschaftliche Klima und die interessante Arbeit rund um unseren Nachthimmel gefällt mir sehr. Für mich als begeisterten Hobbyfotografen ist es eine Möglichkeit, mit einer Ausrüstung zu arbeiten, die ich nicht in meiner privaten Sammlung finde", erklärt der Gmundner Astro-Fotograf Thomas Kurat seinen „Auriga"-Beitritt. „Ich unterstütze den Verein, weil er ein Impuls und organisatorischer Rahmen für den staunenden Blick zu den Sternen ist und populärwissenschaftlich das Wissen um unser Universum verbreitet", ergänzt Albert Mitter.
Der Verein bietet aber nicht nur die Basis für Astronomen und solche, die es werden wollen. Er will auch auf die Gefährdung durch Lichtverschmutzung hinweisen und Lenker (eben „Auriga") für Möglichkeiten sein, diese zu vermeiden. Die jährlichen Mitgliedschaftsbeiträge belaufen sich auf 19 Euro (Einzelmitglied), 40 Euro für Familien und 11 Euro für Jugendliche. Unter www.auriga.co.at kann man direkt die Mitgliedschaft beantragen.
GMUNDEN. Begeisterte Himmelbeobachter haben sich zum Verein „Auriga Traunseeastronomie" zusammengeschlossen, um das Wissen über das Sternenzelt und die Faszination des „Sternderlschauens" verstärkt unter...
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