Nadja Leeb macht aus Baby- und Bierbäuchen Gips-Kunstwerke
Leeb veredelt vergipste Bäuche, Hände, Füße und sogar Hundepfoten.
Am Anfang steht die "Vergipsung" des Babybauches mit Abformmaterial.
Die Gips-Künstlerin macht aus Babybäuchen auch ganz persönliche Uhren.
TRAUNKIRCHEN. Gips wird üblicherweise mit Trockenbau oder mit einem Verband bei Brüchen in Verbindung gebracht. Dass sich daraus aber auch ganz persönliche Kunstwerke formen lassen, beweist Nadja Leeb aus Traunkirchen.
Die ehemalige Automatenverkäuferin betreibt mittlerweile „Die Gipserei" und hat sich damit schon über die Landesgrenzen einen Namen gemacht. Mit Baby-bauchabdrücken legte sie die Basis für ihre Firma.
Schmerzhafter Karrierestart
Ihre Karriere als Gipskünstlerin begann, als Leebs Schwester ihr vor der Geburt der ersten Tochter einen Babybauch-Gipsabdruck anfertigte. Zwar eine schmerzhafte Angelegenheit, weil ihre Schwester vergaß Trennschichten anzubringen, aber immerhin wurde damit der Grundstein für „Die Gipserei" gelegt. Nach der Schwangerschaft arbeitete die Traunkirchnerin zunächst als „Doula" (Frau, die selbst geboren hat und andere Frauen durch die Schwangerschaft, Geburt und durch die ersten Wochen mit dem neuen Familienmitglied begleitet). Dabei fertigte sie immer mehr Frauen einen Gipsbauch an und erlangte somit Sicherheit im Abformen.
Sogar Bierbauch verewigt
„So habe ich gesehen, dass man aus einem Babybauchabdruck ein richtiges Kunstwerk machen kann", sagt Leeb. Sie begann die Gipsbäuche hochwertig und aufwändig zu überarbeiten, indem sie sie glattschliff. Mittlerweile verstärkt die zweifache Mutter fachmännisch die Gipstorsi, verschleift und konserviert sie, bevor sie diese liebevoll bemalt. Das Resultat sind sehr individuelle und originelle Kunstwerke, die einen bedeutenden Lebensabschnitt verewigen.
Neben Babybäuchen fertigt Leeb auch 3-D-Skulpturen von Händen und Füßen und sogar Hundepfoten an. Einer der außergewöhnlichsten Aufträge: Ein Gips-Bierbauch, der im Rahmen einer Junggesellen-Party angefertigt wurde. Unter Leebs geschickten Fingern werden die Gipsbäuche auch zu Uhren oder Lampen.
Aus Bäuchen werden Lampen und Uhren
Die Gipskunst der 35-Jährigen hat sich bis nach Deutschland, Schweiz und Italien herumgesprochen. 1000 Fans hat sie schon auf ihrer facebook-Seite. „Mittlerweile kommen meine Kunden von überall her oder sie schicken mir ihren selbstgemachten Gipsbauch für eine Restauration oder eine Überarbeitung per Post zu", so Leeb, denn sie verschickt an Interessenten Abformmaterial, damit diese selbst Abdrücke vornehmen können. Die Veredelung übernimmt dann wieder die Traunkirchnerin.Ihre Kunstwerke sind unter anderem im LKH Gmunden und in Ordinationen verschiedener Ärzte zu finden. Leebs Wunsch für die Zukunft: „Ein eigenes Atelier in der Nähe von Traunkirchen und 20 Bäuche pro Monat." Mehr Infos gibt´s unter www. diegipserei.at.
Die ehemalige Automatenverkäuferin betreibt mittlerweile „Die Gipserei" und hat sich damit schon über die Landesgrenzen einen Namen gemacht. Mit Baby-bauchabdrücken legte sie die Basis für...
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