Traumberuf Lkw-Fahrerin: Isabella on Tour mit „Benno“

Katharina Vogl Katharina Vogl, Tips Redaktion, 15.03.2017 07:22 Uhr

GROSSGÖTTFRITZ. Er ist 12 Tonnen schwer, glänzend weiß und trägt den Namen „Benno“, Isabellas wuchtiges Gefährt. Die 32-jährige ist Lkw-Fahrerin aus Leidenschaft, für sie der Traumberuf schlechthin. Und in dieser männerdominierten Branche fühlt sie sich pudelwohl.

Gerade eben kommt sie von Röhrenbach (Bezirk Horn) zurück, nach rund 19 Stopps neigt sich ihr Arbeitstag dem Ende zu, noch schnell tanken und den Lkw überprüfen, dann ist kurz nach 16 Uhr Feierabend. Isabella Haider ist eine von rund 50 Mitarbeitern im Transportunternehmen von Günther Maier in Großgöttfritz. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Mutiger Schritt

Schon seit sie denken kann, war es ihr Traum, große Gefährte zu lenken und dieser hat sich mit letztem Jahr erfüllt: Kurzentschlossen entschied sie sich, im April 2016 den Lastwagenführerschein zu machen, allerdings nicht ganz ohne Zweifel: Werde ich einen Job finden in dieser Branche, ohne dementsprechende Erfahrungen und gerade als Frau? Doch sie hatte Glück: Ein paar Monate später, im August, nahm sie Chef Günther unter Vertrag. „Anfangs schaute ich ein paar Mal meinen Kollegen über die Schulter und dann kam der Tag, als ich alleine ausfahren durfte. Es ging nach Gmünd und ich war sehr nervös“, erinnert sich Isabella noch sehr genau. Nach und nach wurde sie sicherer und lernt viel hinzu, dabei ist „kein Tag ist wie der andere“. Und transportiert von kleinen Briefkuverts bis 1000 Kilogramm Paletten alles nur Erdenkliche.

Spannender erster Winter

Ihr erster Winter heuer hielt sämtliche Witterungen und Fahrbahnverhältnisse für sie parat: von Blitzeis bis Schneematsch, „ja es waren schon spannende letzte Monate“, schmunzelt die 32-jährige. Nichts desto trotz geht sie jeden Tag gerne in die Arbeit. „Ich habe mit Kunden zu tun, kann unterwegs sein und bin tagsüber dennoch mein eigener Chef“, fasst Isabella die Vorteile zusammen. Auch wenn manche noch ein wenig ungläubig schauen, wenn sie bei einem Stopp aus dem Lkw steigt.

Die einzige Fahrerin in der Firma fühlt sich dort sehr gut aufgehoben: „Es ist eine lustige und liebe Truppe.“ Und diese ist auch immer gleich zur Stelle, wenn Isabella etwas braucht, fügt Chef Günther Maier schmunzelnd hinzu. Er glaubt übrigens nicht, dass Burschen grundsätzlich mehr Talent für das Transportwesen mitbringen: „Isabella beherrscht das Schneeketten montieren aus dem Effeff!“

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