Wirtschaftsforum Waldviertel: Betriebe waren Gastgeber für zehn engagierte Lehrer

Dagmar Haßlinger, Leserartikel, 06.09.2012 13:00 Uhr

SCHREMS. Ein Ziel des Wirtschaftsforums Waldviertel ist es, die besten Lehrer von Österreich im Waldviertel zu haben. Mit dem Angebot „Zehn Lehrer lernen in zehn Tagen zehn Waldviertler Top-Betriebe kennen“ wollte man deshalb die Wirtschaftsaffinität der Pädagogen steigern. Die ersten Absolventen waren von der Ini­tiative begeistert.von DAGMAR HASSLINGER

„Es war viel Arbeit, sowohl in der Organisation als auch in der Vorbereitung in den Betrieben“, berichtete Geschäftsführerin Martina Noé bei der Abschlussveranstaltung in der Brauerei Schrems. Das Projekt ist mit dem Landesschulrat akkordiert und wie in der Schule bereitete jeder Gastgeber-Betrieb einen Stundenplan vor.Die Unternehmen wurden vorgestellt und danach die Teilnehmer in kleine Gruppen eingeteilt. Von 8.30 bis 16.30 Uhr durchliefen sie im Rotationsprinzip alle Bereiche. Je nach Branche wurden Spielzeugtraktoren zusammengebaut und Traktoren repariert. Die Lehrer versuchten sich beim Eisenbiegen, sie arbeiteten im Lager oder als Disponenten. Bei der W.E.B. Windenergie AG wurde in nur einem Tag ein Windpark geplant.Das Resümee fällt auf beiden Seiten positiv aus. Sabine Ledwinka unterrichtet in der Neuen Mittelschule in Horn: „Die Betriebe haben sich sehr bemüht und wir erhielten Wertschätzung. Toll war, dass ich Einblicke in Hinblick auf Anforderungen an die Bewerber und bezüglich Aufnahmetests machen konnte.“ Interessante ErfahrungFür Ledwinka war auch interessant, dass Unternehmer großen Wert auf das Zeugnis legen und sich Bewerber mit Hausverstand wünschen.Landesrätin Barbara Schwarz bat die Unterrichtenden eindringlich, den Schülern zu vermitteln, dass „unqualifizierte Personen heute keine Chance am Arbeitsmarkt haben. Man muss den jungen Leuten auch sagen, dass es Angebote für sie gibt. Sie müssen aber auch dran bleiben“.Die Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, Sonja Zwazl, gratulierte zu diesem Projekt und betonte: „Wenn wir von Bildung diskutieren, dann reden wir darüber, ob jemand mit drei Fünfern aufsteigen kann oder nicht. Man muss auch darauf schauen, dass wir junge Menschen in die Wirtschaft bekommen.“ Kein Beruf sei minder. NÖ habe hochqualifizierte Betriebe mit hochqualifizierten Mitarbeitern. „Und viele von ihnen haben auch einmal als Lehrling angefangen.“

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