Abenteuerliche Reise durch Afrika

Ilona Fürtbauer, Leserartikel, 22.08.2012 07:52 Uhr

KIRCHDORF/BOTSWANA. Gerd Leidolt (27) verbrachte zehn Wochen in Afrika. Auf seiner abenteuerlichen Reise traf er nicht nur Buschmänner, sondern auch viele wilde Tiere. Diese Erlebnisse brachten den Kirchdorfer zum Nachdenken.

„Die afrikanischen Tiere waren der größte Grund, warum ich den Kontinent bereisen wollte. Nach einem Monat Arbeit mit Geparden bei Cheetah Outreach in der Nähe von Kapstadt ging ich auf Safari,“ berichtet der Kirchdorfer Gerd Leidolt. Er ist selbständig und führt mit seinem Vater und seinem Bruder die IT-Unternehmensgruppe „H.S. Group“. Der 27-Jährige fuhr alleine mit dem Auto rund 10.000 Kilometer. Die Safari ging von Kapstadt in Richtung Norden nach Botswana durch die Kalahari-Wüste bis zu den Victoria Wasserfällen und über Namibia wieder zurück nach Kapstadt. Wilde afrikanische Tiere Gerd Leidolt war einen Monat lang unterwegs. Er schlief nur fünfmal in einem Bett, ansonsten immer im Zelt auf seinem Auto. Auf seiner Fahrt sah der Kirchdorfer Tiere wie Löwen, Giraffen, Krokodile und Leoparden. Mit den Vögeln hatte er amüsante Begegnungen: „Einmal flog sogar einer ins Auto.“ Die Tiere laufen dort nicht nur über die Straßen, sie haben auch freien Zugang zu den Camps. Ein besonderes Erlebnis hatte Gerd Leidolt mit einem Elefanten. „Im Chobe National Park traf ich im Savuti Camp auf einen Elefantenbullen. Normalerweise raten die Einheimischen, sich sofort ins Auto zu setzen und abzudüsen. Das Problem war, dass sich der Elefant direkt vor meinem Auto befand. Ich habe mich hinter einem Baum versteckt. Als ich vorsichtig hervorlugte sah ich direkt in sein Auge. Nach ein paar Minuten zog er jedoch gemächlich weiter.“ Hilfe für Dorfbewohner Bei seinem dreitägigen Aufenthalt im Dqare Qare Camp in der Nähe der Stadt Maun (Botswana) traf der Kirchdorfer Andries (Dris) van Jaarsveldt. Dieser lebt bereits seit sieben Jahren mit seiner Familie bei den Buschmännern. „Dris unterstützt sie beim Bau von Wasserlöchern. Denn die 50 bis 150 Dorfbewohner müssen rund fünf Kilometer zur nächsten Wasserstelle gehen. Der Weg ist für sie sehr mühsam und gefährlich. Dris hilft ihnen beim Bau von Brunnen, beim Anlegen von Gärten, bei der Errichtung von Elefantenschutzwänden sowie bei der Montage von Solarzellen für Warm- und Kaltwasser.“ Gerd Leidolt traf die Marketingchefin der „Redbushtea Company“, Marie Heyes (Nähere Infos: www.redbushtea.com). Von dieser Organisation erhält van Jaarsveldt finanzielle Unterstützung. Es fehlen jedoch 6000 Euro, um die Wasserlöcher zu vervollständigen. Van Jaarsveldt hofft deshalb auf Spenden. Kulturschock nach Rückkehr Der Aufenthalt in Afrika hinterließ bleibende Eindrücke bei Gerd Leidolt: „Ich war sehr überrascht, mit wie wenigen Dingen die Leute dort glücklich sind. Man möchte ihnen das Leben aber trotzdem leichter machen.“ Nach der Rückkehr war für ihn die Anpassung schwierig. „An meine Wohnung mit Kühlschrank habe ich mich erst nach ein bis zwei Wochen gewöhnt. Der größte Unterschied war das fließende Wasser. Außerdem muss man hier keine Angst haben gefressen zu werden. Ich sehe das Leben jetzt mit anderen Augen und schätze Kleinigkeiten mehr.“ INFOS & SPENDEN Tel.: 0664/2612061E-Mail: [email protected]

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