Über das Internet verschollenen Bruder des Opas gefunden
Karl Wazurka bei seinem Besuch in Österreich. Fotos: Privat
AUSTRALIEN/KLAM/KÖNIGSWIESEN. Diese Familiengeschichte ist eine, die der Feder eines Romanschriftstellers entspringen könnte. Nach fast 70 Jahren erfuhr Karl Wazurka in Australien, dass er noch eine Familie in Österreich hat.
Die Geschichte könnte aus einer kitschigen Familiensaga stammen oder eine jener emotionalen Storys sein, die manche Shows im Fernsehen groß rausbringen und damit eine Millionen-Zuschauer-Quote erreichen. Die 15-jährige Maria Wazurka googelt im Jahr 2005 ihren Familiennamen und nimmt Kontakt mit einem Unternehmer in Australien auf. Nach einigen E-Mails stellt sie fest, dass sie den Bruder ihres bereits verstorbenen Opas Franz aus Königswiesen ausfindig gemacht hat.
Ihr Großvater, Franz Wazurka, wird 1927 geboren und von seiner erst 17-jährigen Mutter bei einem Gasthaus abgegeben. Die junge Frau sieht keine Möglichkeit ihren Sohn aufzuziehen und der kleine Bub wächst bei einer Pflegefamilie in Königswiesen auf. Zehn Jahre später bringt die Frau in Wien noch einen Sohn zur Welt, Karl. Wenige Jahre danach stirbt die Mutter und Karl, dessen Vater auch nicht mehr am Leben ist, verbringt seine Kindheit und Jugend im Waisenhaus. Als Karl 24 Jahre alt ist, verlässt er Österreich in der Gewissheit, keine Familienangehörigen mehr zu haben, und beginnt in Australien ein neues Leben. Er gründet eine Familie und freut sich über seine beiden Söhne.
Dass er einen Bruder hat, erfährt Karl Wazurka erst 2005, als sein Sohn Jamie von einer jungen Dame aus Österreich kontaktiert wird. „Heute habe ich das erste Mal mit deinen Eltern, Resi und Josef, telefoniert“, schreibt er sehr bewegt wenige Wochen später per E-Mail an Marias Schwester Theresia. „Ich war so nervös, es war furchtbar. Was soll man seinen Verwandten sagen, von denen man gar nicht gewusst hat, dass es sie gibt.“ Zwischen den beiden Wazurka-Familien wird nun fleißig hin- und hergemailt, immer öfter telefoniert und dann schließlich auch ein Besuch vereinbart. Karl Wazurka besucht 2006 schließlich mit seiner Frau Judy seine Familie in Klam und Königswiesen. Er lernt seine Schwägerin kennen und auch die Ziehschwester seines verstorbenen Bruders Franz, Cäcilia. Vor allem in Klam bei seinem Neffen Josef, dessen Frau Resi und den drei Töchtern, die das Kennenlernen erst möglich gemacht haben, fühlt sich der österreichische Australier sehr wohl.
Alles Gute zum 75er
Die Verbindung zwischen den Familien ist nach wie vor sehr eng. Karl ist ein Freund der österreichischen Küche und der Volksmusik. Am 27. September feiert er seinen 75-jährigen Geburtstag. Weil Karl ein begeisterter Tips-Leser online ist, wünschen wir gemeinsam mit seiner Familie auf diesem Wege alles Gute!
Die Geschichte könnte aus einer kitschigen Familiensaga stammen oder eine jener emotionalen Storys sein, die manche Shows im Fernsehen groß rausbringen und damit eine Millionen-Zuschauer-Quote erreichen. Die 15-jährige Maria Wazurka googelt im Jahr 2005 ihren Familiennamen und nimmt Kontakt mit einem Unternehmer in Australien auf. Nach einigen E-Mails stellt sie fest, dass sie den Bruder ihres bereits verstorbenen Opas Franz aus Königswiesen ausfindig gemacht hat.
Ihr Großvater, Franz Wazurka, wird 1927 geboren und von seiner erst 17-jährigen Mutter bei einem Gasthaus abgegeben. Die junge Frau sieht keine Möglichkeit ihren Sohn aufzuziehen und der kleine Bub wächst bei einer Pflegefamilie in Königswiesen auf. Zehn Jahre später bringt die Frau in Wien noch einen Sohn zur Welt, Karl. Wenige Jahre danach stirbt die Mutter und Karl, dessen Vater auch nicht mehr am Leben ist, verbringt seine Kindheit und Jugend im Waisenhaus. Als Karl 24 Jahre alt ist, verlässt er Österreich in der Gewissheit, keine Familienangehörigen mehr zu haben, und beginnt in Australien ein neues Leben. Er gründet eine Familie und freut sich über seine beiden Söhne.
Dass er einen Bruder hat, erfährt Karl Wazurka erst 2005, als sein Sohn Jamie von einer jungen Dame aus Österreich kontaktiert wird. „Heute habe ich das erste Mal mit deinen Eltern, Resi und Josef, telefoniert“, schreibt er sehr bewegt wenige Wochen später per E-Mail an Marias Schwester Theresia. „Ich war so nervös, es war furchtbar. Was soll man seinen Verwandten sagen, von denen man gar nicht gewusst hat, dass es sie gibt.“ Zwischen den beiden Wazurka-Familien wird nun fleißig hin- und hergemailt, immer öfter telefoniert und dann schließlich auch ein Besuch vereinbart. Karl Wazurka besucht 2006 schließlich mit seiner Frau Judy seine Familie in Klam und Königswiesen. Er lernt seine Schwägerin kennen und auch die Ziehschwester seines verstorbenen Bruders Franz, Cäcilia. Vor allem in Klam bei seinem Neffen Josef, dessen Frau Resi und den drei Töchtern, die das Kennenlernen erst möglich gemacht haben, fühlt sich der österreichische Australier sehr wohl.
Alles Gute zum 75er
Die Verbindung zwischen den Familien ist nach wie vor sehr eng. Karl ist ein Freund der österreichischen Küche und der Volksmusik. Am 27. September feiert er seinen 75-jährigen Geburtstag. Weil Karl ein begeisterter Tips-Leser online ist, wünschen wir gemeinsam mit seiner Familie auf diesem Wege alles Gute!
AUSTRALIEN/KLAM/KÖNIGSWIESEN. Diese Familiengeschichte ist eine, die der Feder eines Romanschriftstellers entspringen könnte. Nach fast 70 Jahren erfuhr Karl Wazurka in Australien, dass er noch eine Familie in Österreich...
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