Parkinson-Fahrradstaffel machte in Krems Halt

Alexandra Munk, Leserartikel, 08.06.2015 14:44 Uhr

KREMS am 4. Juni machte die erste „SYMPATH-FAHR-MIT-Fahrradstaffel“ in Krems Station. Parkinson-Patienten radelten auf der sechsten von insgesamt sieben Etappen rund 80 Kilometer von Amstetten bis zum Wellenspiel am Welterbeplatz, um ein Zeichen zu setzen: für eine bessere Diagnostik und Behandlung der Parkinson-Erkrankung, die es zu erforschen gilt.

Die Aktion will zudem mehr Bewusstsein schaffen für die vielfältigen Herausforderungen vor die diese Krankheit jeden einzelnen Betroffenen, aber auch uns als Gesellschaft stellt.   Prominent unterstützt wurden die Radfahrer dabei vom VP-Landtagsabgeordneten Josef Edlinger, der sich vom Projekt selbst und vor allem von der Leistung der Radler beeindruckt zeigte: „Ich danke und gratuliere dem Organisationsteam für dieses Projekt und habe großen Respekt vor den sportlichen Teilnehmern.“ Edlinger wünschte „weiterhin viel Erfolg für die Arbeit gegen Parkinson.“? Auch SP-Gemeinderat Klaus Bergmaier sprach in Vertretung des Kremser Bürgermeisters  allen Radlern besondere Anerkennung aus: „Bei diesen Temperaturen eine solche Strecke zu bewältigen, nötigt mir als Alltagsradfahrer größten Respekt ab.“ Bergmaier betonte, dass „die Stadt Krems stolz ist, eine Station der Staffel sein zu dürfen. Als Universitätsstadt mit Schwerpunkt Medizin und Biotechnologie ist uns die Aktion wichtig und willkommen.“? Respekt zollte ebenso Neurologe Dieter Volc, der das unermüdliche Engagement und die unaufhörliche Motivation der „SYMPATH-Fahrradfahrer“ mit dem Einsatz seiner Forscher zweifellos gleichgesetzt sieht: „Die vorwärtsgerichteten Blicke der Radfahrer, der Antrieb immer weiter zu fahren, soll ein Gleichnis sein für unsere Bemühungen eine Heilung für Parkinson zu finden.“Koordinator Achim Schneeberger resümierte zukunftsorientiert: „Vielen Dank für den sehr freundlichen Empfang in der Universitätsstadt Krems. Unsere Fahrradstaffel ist - im Anliegen über Parkinson zu informieren - zusammengewachsen und denkt bereits über eine `Neuauflage` nach.“ Beim Empfang am Welterbeplatz konnten sich interessierte Besucher in einer Ausstellung ausführlich über die Krankheit Parkinson und den aktuellen Forschungsstand informieren. Mit Simulatoren konnten sie zudem am eigenen Körper die Symptome der Krankheit nachempfinden, beispielsweise mit Handschuhen, die das typische Zittern von Parkinson-Patienten auslösen. Parkinson ist eine unheilbare neurodegenerative Erkrankung des Nervensystems. In Österreich gibt es mehr als 20.000 Betroffene, Tendenz steigend. Die Krankheit schreitet unaufhaltsam voran und raubt den Patienten zunehmend ihre Mobilität und damit auch Selbstständigkeit. Radfahren, eine Sportart, die das Gleichgewicht trainiert und Muskeln stärkt, kann helfen, die Mobilität von Parkinson-Patienten zu stabilisieren. „Derzeit gibt es leider keine Therapie, die den Verlauf der Krankheit stoppen kann. In dieser Hinsicht ist das SYMPATH-Projekt zur Erforschung einer Immuntherapie gegen Parkinson von besonderer Bedeutung“, betont Werner Poewe, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck und international anerkannter Parkinson-Experte. 

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