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Neuer VP-Chef sorgt für Zündstoff

Tips Redaktion   Claudia Brandt aus Krems, Tips Redaktion, erstellt am 11.07.2012, 11:20 Uhr


Die Kremser ÖVP-Spitze (v. l.): der neue geschäftsführende Stadtparteiobmann Alfred Graf, Bürgermeisterin Inge Rinke und Stadtparteiobmann Karl Klein.  

KREMS. Die Bestellung von Gedesag-Direktor Alfred Graf zum neuen geschäftsführenden Stadtparteiobmann der ÖVP sorgt für jede Menge Wirbel in der Lokalpolitik. Die politischen Gegner kritisieren eine Unvereinbarkeit von Beruf und politischem Engagement, Graf selbst wiederum weist diese Bedenken zurück.
Einstimmig hat die Kremser ÖVP Gedesag-Direktor Alfred Graf zum neuen geschäftsführenden Stadtparteiobmann gewählt. Die ÖVP bescheinigt Graf in einer Presseaussendung „ein hohes Maß an Organisationstalent und Managementqualität“. Seine vordringliche Aufgabe sei jetzt die Organisation des Wahlkampfs.

Bei den politischen Gegnern sorgt Grafs Einstieg in die Politik für heftige Reaktionen. Sämtliche Parteien sehen eine Unvereinbarkeit zwischen der Arbeit als Chef des größten Wohnbauträgers der Region und politischem Engagement. Sie befürchten eine Verflechtung von Partei- und Unternehmenspolitik.

Alfred Graf weist Bedenken dieser Art zurück: „Ich habe in 20 Jahren im Amt keine Entscheidungen nach parteipolitischen Präferenzen getroffen und das wird auch in Zukunft so bleiben“. Er werde seine politische Tätigkeit ehrenamtlich in der Freizeit ausüben. Sein Vorstandsvertrag laufe bis 2015, bis zu diesem Zeitpunkt werde er kein Mandat im Gemeinde- oder Stadtrat übernehmen.

Graf erklärt vielmehr im Sinne des Unternehmens zu handeln. Denn die Gedesag gehört zu zwei Dritteln der Stadt Krems und die Machtverhältnisse im Gemeinderat spiegeln sich auch in der Unternehmensspitze wider. Derzeit sitzen fünf ÖVP-Politiker und ein SPÖ-Mandatar im Aufsichtsrat – dies könnte sich nach der Wahl ändern. „Ich will mithelfen, die bestehenden Machtverhältnisse zu erhalten“, erklärt Graf.

Die Voestalpine, die seit Jahrzehnten 35 Prozent an der Gedesag hält, erfuhr erst im Nachhinein von Grafs Entscheidung. „Wir wollen keine politische Beteiligung in der Gedesag“, so ein Unternehmenssprecher. Daher denke man auch über einen Ausstieg nach. Das Thema soll nun diesen Freitag bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung intensiv diskutiert werden.
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