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Wo Stadtgeschichte und Kulinarik auf zeitgenössische Kunst treffen

  Claudia Brandt aus Krems, Tips Redaktion, erstellt am 18.04.2012, 18:08 Uhr


Im Gewölbekeller ist die Sonderausstellung „Kremser Senf“ zu sehen.

Kulturamtsleiter Franz Schönfellner präsentiert die wichtigsten Wachaumaler  

KREMS. Das „Museum Krems“ im ehemaligen Dominikanerkloster ist wieder geöffnet. Rund 1.500 Besucher nutzten am vergangenen Samstag die Möglichkeit, gratis einen Blick in das neugestaltete Haus zu werfen.
Von den Gemälden des bekannten „Kremser Schmidt" über Einblicke in fast vergessenes Handwerk und Wissenswertes rund um den „Kremser Senf" bis hin zu den neuesten Werken Josef Bramers – die Besucher des neu gestalteten „Museum Krems" erwartet ein geballter Kulturgenuss. Auf 2.100 Quadratmetern Ausstellungsfläche im ehemaligen Dominikanerkloster am Körnermarkt werden rund 1.100 Objekte aus den verschiedensten Lebensbereichen präsentiert.

Gleich zwei Sonderausstellungen wurden am vergangenen Samstag neu eröffnet: die Schau „Kremser Senf" bildet einen Eckpfeiler des neu gestalteten Museums. Raritäten aus der Sammlung der Kremser Fabrikantenfamilie Hietzgern erzählen die Erfolgsgeschichte dieser würzigen Spezialität. Auch einige Geheimnisse über die Herstellung des Produkts werden verraten.
 
Am Abend fand schließlich die Vernissage von Josef Bramer statt. Er zählt zu jenen Künstlern, die mit ihrem Schaffen über Jahrzehnte hinweg die österreichische Kunstszene mitgeprägt haben. Für seine Ausstellung im „Museum Krems" arbeitete er bis zuletzt an neuen Werken. Bekannt ist vor allem sein „Kaspar" im Streifengewand mit weißer Halskrause, in dem sich der Künstler immer wieder selbst porträtiert hat und der vor einigen Jahren sogar einmal eine Briefmarke geziert hat.
 
„Die Mischung aus jahrhunderte-alten Schätzen und Kunst der Gegenwart macht das Museum zu einer unverzichtbaren Einrichtung in der Kulturhauptstadt Krems", erklärt Vizebürgermeister Wolfgang Derler. Das neue Museum sei für die heimische Bevölkerung wie auch für Touristen gleichermaßen interessant. Laut Bürgermeisterin Inge Rinke kostete die Restaurierung und Umgestaltung des Museums rund 3,9 Millionen Euro und wurde zur Hälfte vom Land Niederösterreich finanziert.
 
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