Projekt Südwind: Musikschule für alle
Mit dem Projekt Südwind will die Musikschule der Stadt den Linzer Süden erobern.
LINZ. Die größte Musikschule Österreichs mit 4500 Schülern und 125 Lehrern hat ihren Hauptsitz in Linz im Prunerstift. Mit mehr als 30 verschiedenen Fächern und einem Schwerpunkt auf elementarer Musikpädagogik steht ein breites Ausbildungsangebot zur Verfügung. Mit dem neuen Projekt „Südwind“, will die Musikschule der Stadt Linz Musik für alle leistbar und zugänglich machen.
Neben den Einzelunterrichtsangeboten direkt in der Musikschule, werden in Linzer Volksschulen, im Anschluss an den Regelunterricht, Sing- und Rhythmusschulen angeboten, die von Singschullehrkräften und Elementarpädagogen betreut werden. „Das gemeinsame Musizieren, ist unser zentrales musikpädagogisches Ziel. Außerdem trägt das gemeinschaftliche Musizieren zu einem intensiveren und längeren Interesse am Musikinstrument bei“, sagt Christian Denkmaier, der Direktor der Musikschule der Stadt Linz. Bei einer Erhebung im Jahr 2010 stellte die Musikschule fest, dass die Hauptzielgruppe der Musikschüler aus den Stadtteilen Urfahr und Linz Zentrum kommt: „In den südlicheren Stadtteilen ist der Anteil der Musikschüler signifikant niedriger. Das war für uns der Ausgangspunkt, Lösungen zu überlegen, wie wir eine Chancengleichheit in puncto Musikausbildung auch auf den Linzer Süden ausweiten können“, berichtet Denkmaier.
Lösungskonzept
Wichtig war es für die Musikschule, verstärkt auch auf Kinder und Eltern mit einem migrantischen Hintergrund zuzugehen, die Angebote der Musikschule bekannt zu machen und eine Lösung für den oft beanstandeten „Taxidienst“ der Eltern, der sich in der durchgeführten Befragung als mögliche Begründung für einen Nichtbesuch der Musikschule ausschlaggebend zeigte, zu finden. Daraus entwickelte sich das Lösungskonzept, das die Musikschule der Stadt Linz unter den Titel „Südwind“ stellte: Um die Angebote der Musikschule bekannt zu machen, wurden und werden im heurigen Schuljahr alle ersten Klassen der 20 Linzer Volksschulen in Linz Süd und Linz-Mitte besucht, um die Musikschule und insbesondere die Sing- und Rhythmusschule vorzustellen, die dann bei Bedarf in jeder Volksschule etabliert werden kann - nach dem regulären Unterricht. „Unser Ziel ist es in den nächsten zwei bis drei Jahren in allen südlichen Linzer Volksschulen, wo gewünscht, Sing- und Rhythmusschulen zu installieren. In der Vorstellungsrunde werden die Klassen vier Mal in einem Turnus besucht, um die Kinder in die Welt der Musik und die Struktur der Musikschule der Stadt Linz einzuführen“, so Denkmaier. In Schulen, in denen es auch Bedarf und Engagement für Instrumentalunterricht gibt, werden Pläne für das Projekt „gemeinsam musizieren“ geschmiedet. „Damit lösen wir zum einen das Problem des ‚Taxidienstes‘ der Eltern, da sich die Kinder nach dem Regularunterricht sowieso in der Schule befinden.
Auch die Frage der Kosten, die ebenfalls ein Grund für einen Nichtbesuch der Musikschule der Stadt Linz sei, kann damit gelöst werden, da die Tarife des Gruppenunterrichts spürbar unter dem Preis einer Einzelunterrichtsstunde liegen und deshalb auch für einkommensschwache Familien leistbar werden. Einem weiteren Kostenproblem stellen wir uns zusätzlich: Es gibt die Möglichkeit, Musikinstrumente, die wir extra für diesen Zweck angekauft haben, direkt bei uns auszuleihen“, erklärt Denkmaier und informiert: „Das Ziel unseres Projektes ist es, die Kinder und Jugendlichen im Linzer Süden gleichwertig am Angebot der städtischen Musikschule und somit auch am städtischen Kulturangebot teilhaben zu lassen. Die Kinder sind nicht nur Musikschüler, sondern auch unsere Konzert- und Theaterbesucher von morgen. Mit unserem Projekt ebnen wir unseren jungen Linzern die zukünftige Möglichkeit zur Kultur- und Musikaffinität. Nicht der Leistungsgedanke, sondern das spielerische und die soziale Dimension der Musik stehen bei diesem Projekt im Vordergrund“, sagt Denkmaier.
INFO:
„Projekt Südwind“: 4. Februar,
10.05 Uhr: Radio Ö1 Klassik Treffpunkt
Neben den Einzelunterrichtsangeboten direkt in der Musikschule, werden in Linzer Volksschulen, im Anschluss an den Regelunterricht, Sing- und Rhythmusschulen angeboten, die von Singschullehrkräften und Elementarpädagogen betreut werden. „Das gemeinsame Musizieren, ist unser zentrales musikpädagogisches Ziel. Außerdem trägt das gemeinschaftliche Musizieren zu einem intensiveren und längeren Interesse am Musikinstrument bei“, sagt Christian Denkmaier, der Direktor der Musikschule der Stadt Linz. Bei einer Erhebung im Jahr 2010 stellte die Musikschule fest, dass die Hauptzielgruppe der Musikschüler aus den Stadtteilen Urfahr und Linz Zentrum kommt: „In den südlicheren Stadtteilen ist der Anteil der Musikschüler signifikant niedriger. Das war für uns der Ausgangspunkt, Lösungen zu überlegen, wie wir eine Chancengleichheit in puncto Musikausbildung auch auf den Linzer Süden ausweiten können“, berichtet Denkmaier.
Lösungskonzept
Wichtig war es für die Musikschule, verstärkt auch auf Kinder und Eltern mit einem migrantischen Hintergrund zuzugehen, die Angebote der Musikschule bekannt zu machen und eine Lösung für den oft beanstandeten „Taxidienst“ der Eltern, der sich in der durchgeführten Befragung als mögliche Begründung für einen Nichtbesuch der Musikschule ausschlaggebend zeigte, zu finden. Daraus entwickelte sich das Lösungskonzept, das die Musikschule der Stadt Linz unter den Titel „Südwind“ stellte: Um die Angebote der Musikschule bekannt zu machen, wurden und werden im heurigen Schuljahr alle ersten Klassen der 20 Linzer Volksschulen in Linz Süd und Linz-Mitte besucht, um die Musikschule und insbesondere die Sing- und Rhythmusschule vorzustellen, die dann bei Bedarf in jeder Volksschule etabliert werden kann - nach dem regulären Unterricht. „Unser Ziel ist es in den nächsten zwei bis drei Jahren in allen südlichen Linzer Volksschulen, wo gewünscht, Sing- und Rhythmusschulen zu installieren. In der Vorstellungsrunde werden die Klassen vier Mal in einem Turnus besucht, um die Kinder in die Welt der Musik und die Struktur der Musikschule der Stadt Linz einzuführen“, so Denkmaier. In Schulen, in denen es auch Bedarf und Engagement für Instrumentalunterricht gibt, werden Pläne für das Projekt „gemeinsam musizieren“ geschmiedet. „Damit lösen wir zum einen das Problem des ‚Taxidienstes‘ der Eltern, da sich die Kinder nach dem Regularunterricht sowieso in der Schule befinden.
Auch die Frage der Kosten, die ebenfalls ein Grund für einen Nichtbesuch der Musikschule der Stadt Linz sei, kann damit gelöst werden, da die Tarife des Gruppenunterrichts spürbar unter dem Preis einer Einzelunterrichtsstunde liegen und deshalb auch für einkommensschwache Familien leistbar werden. Einem weiteren Kostenproblem stellen wir uns zusätzlich: Es gibt die Möglichkeit, Musikinstrumente, die wir extra für diesen Zweck angekauft haben, direkt bei uns auszuleihen“, erklärt Denkmaier und informiert: „Das Ziel unseres Projektes ist es, die Kinder und Jugendlichen im Linzer Süden gleichwertig am Angebot der städtischen Musikschule und somit auch am städtischen Kulturangebot teilhaben zu lassen. Die Kinder sind nicht nur Musikschüler, sondern auch unsere Konzert- und Theaterbesucher von morgen. Mit unserem Projekt ebnen wir unseren jungen Linzern die zukünftige Möglichkeit zur Kultur- und Musikaffinität. Nicht der Leistungsgedanke, sondern das spielerische und die soziale Dimension der Musik stehen bei diesem Projekt im Vordergrund“, sagt Denkmaier.
INFO:
„Projekt Südwind“: 4. Februar,
10.05 Uhr: Radio Ö1 Klassik Treffpunkt
LINZ. Die größte Musikschule Österreichs mit 4500 Schülern und 125 Lehrern hat ihren Hauptsitz in Linz im Prunerstift. Mit mehr als 30 verschiedenen Fächern und einem Schwerpunkt auf elementarer...
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