Immer mehr junge Fischer entdecken Linz als ihr „Revier“
Direkt im Strömungsschatten der Nibelungenbrücke beißen sie, die Zander. Foto: Affenzeller
Ein beeindruckender Fang, wie man ihn am Donauhafen machen kann. Foto: Privat
Neben der Nibelungenbrücke sind auch die Donaulände bei Lentos und Brucknerhaus sowie das Hafengebiet Linzer Hotspots.
Idee in Hamburg gestartet
Der junge Linzer ist einer von immer mehr werdenden Vertretern des Urban Fishings, einem Trend, der im deutschen Hamburg seinen Ursprung nahm. „Dort ist mitten in der Stadt das Zanderrevier Nummer eins Europas, auch in vielen größeren Städten in Europa fließen Flüsse durch, die von immer mehr jungen Fischern genützt werden.“ Dabei spielt auch eine Rolle, dass das verstaubte Image des Fischers längst überholt ist. „Mittlerweile hat das auch die Bekleidungsindustrie erkannt und stellt etwa Produkte her, mit denen man nach dem Fischen noch bequem fortgehen kann“, betont der Linzer. Vernetzen kann man sich in der Community zudem ganz einfach in einem der vielen Onlineforen und -gruppen, die es zu diesem Thema bereits gibt (siehe Infokästchen). „Es ist einfach fein, nach der Arbeit eine Runde fischen zu gehen, ohne ins Auto steigen zu müssen“, beschreibt Zachbauer seine Leidenschaft.
Vom Warten auf den ersten Biss
Geduld und Ausdauer müsse man in erster Linie mitbringen, wenn man sich dem urbanen Fischen verschreibt. „Gerade in den Stadtgewässern, die oft nicht ganz so ergiebig sind wie klassische Reviere, können gut und gerne ein, zwei Stunden bis zum ersten Biss vergehen", so Andreas Zachbauer. Doch gerade das zeichnet den Reiz des Fischens auch aus: „Man kommt dann auch dazu, mit den anderen zu plaudern, auch wenn man natürlich immer hochkonzentriert bleibt, da jeden Moment ein Fisch anbeißen könnte.“ Ganz ruhig - wie man in vielen Filmen oft zum Thema Fischen sieht - muss man dabei keinesfalls bleiben. „Da dürfte es in ganz Linz keinen einzigen Fisch mehr geben, schließlich fahren hier Autos neben der Donau, Schiffe am Wasser und auch die Spaziergänger sind alles andere als stumm“, so der Jung-Fischer.
Startpaket um 300 Euro
Was die Ausrüstung betrifft, ist man mit rund 300 Euro schon gut im Rennen, um loslegen zu können. „Natürlich ist es ein guter Tipp, sich einmal bei Vereinen oder Bekannten für ein Fischer-Schnuppern anzumelden, bevor man gleich Geld investiert.“ Einfach mit Angel und Köder losziehen und auf „Fischjagd“ zu gehen, ist natürlich auch in Linz nicht gestattet: Neben dem Erwerb der Fischerkarte (beim OÖ. Landesfischereiverband) ist auch die Lizenz für das jeweilige Fischer-Revier verpflichtend, die regelmäßig kontrolliert wird. So kostet die Lizenz für 15 Mal Fischen in Linz rund 120 Euro.
WEBLINKS ZUM ANGELN UND URBAN FISHING:
www.urban-fishing.com
Das Online-Magazin für Großstadt-Angler.
www.angelfieber.com
Ein quartalsweises Online-Magazin mit hohem Qualitätsanspuch und prominenten Autoren, die ihre Beiträge posten.
www.angelforum.at
Österreichs größtes Angelforum im Internet mit bereits über 3.500 aktiven Mitgliedern.
www.angelguiding.com
Ein im deutschsprachigen Raum bisher einzigartiges Angebot an Angelguides aus über 13 Ländern und jeden Monat kommen wieder neue Vertreter dazu.
www.fischradar.com
Angelreviere suchen und finden lautet der Slogan von Fischradar. Beschreibungen von Angelgewässern mit wertvollen Informationen und Gewässerkarten inkl. Hot-Spots.
www.lurevideos.com
Unterwasservideos von Kunstködern, die eine Kaufentscheidung beim Online-Einkauf erleichtern sollen. Regelmäßig werden hier Kunstköder verlost.
www.tackle-news.com
Online-Testberichte und News zu Geräte-Neuentwicklungen aus aller Welt.
„Und da sind wirklich Fische drin?“ Wer mit dem Linzer Andreas Zachbauer mitten in der Landeshauptstadt an der Donau beim Angeln steht, darf oft diesen Satz von vorbeigehenden Passanten vernehmen. „Die...
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