Mit Employer Branding seine Marke als Arbeitgeber definieren

Christina-Anna Stenz, Leserartikel, 21.05.2012 14:36 Uhr

Ein Mangel an Mitarbeitern macht manchen Firmen zu schaffen. Weil viele das Unternehmen nicht kennen, gibt es zu wenige oder keine passenden Bewerbungen. Das Zauberwort heißt in diesem Fall „Employer Branding“, denn Arbeitgeber müssen attraktiv und anziehend sein - nicht für alle, sondern für die Richtigen.

Qualifizierte Mitarbeiter stellen hohe Ansprüche an ihren Wunsch­arbeitgeber und auch an die Unternehmenskultur. Unternehmen müssen sich daher immer mehr anstrengen, um die besten Köpfe zu finden und diese langfristig in der Firma zu halten. Globale Umbrüche in der Wirtschaft und die demographische Entwicklung führen zu einem Kampf um Talente und Know-how. Deshalb ist die Stärkung der Arbeitgebermarke wichtiger denn je, denn nur wer als wichtiger Arbeitgeber wahrgenommen wird, sichert sich langfristig qualifizierte Mitarbeiter. Gemeinsame Werte Damit der Bewerber zum Unternehmen und das Unternehmen zum Bewerber passt, müssen beide Seiten die selben Werte teilen. Die Persönlichkeitswerte eines Arbeitnehmers oder eines Bewerbers müssen zum Markenwert des Unternehmens passen, denn nur dann kann sich der Mitarbeiter mit der Firma auch identifizieren. Oft sind die Markenwerte eines Unternehmens, die für den Bewerber eine wichtige Entscheidungsgrundlage darstellen nicht sichtbar. Je deutlicher aber die eigene Marke kommuniziert wird, desto früher gibt es eine Selektion auf dem Bewerbermarkt. Viele unpassende Bewerbungen werden durch ein klares Profil des Arbeitgebers bereits abgewehrt. Employer Branding ist mehr als Werbung Der wachsende Mangel an geeigneten Mitarbeitern ist die größte Bedrohung für mittelständische Unternehmen. Der Personalverantwortliche der Firma muss Experte auf demArbeitsmarkt sein, denn beim Employer Branding geht es vor allem um die Erschließung neuer Kandidatengruppen und eine Reduktion der Rekrutierungskosten. Ziel ist die Entwicklung einer Arbeitgeberpositionierung, die auf Identität, Werten, Kultur und den Zielen des Arbeitgebers basiert. Dabei zählt nicht „viel hilft viel“ im Sinne von Anzeigen in auflagenstarken Medien sondern die Qualität von Zielgruppen und Information. Das Stelleninserat als solches bleibt nach wie vor ein wichtiges Instrument. Oft werden erhebliche Mittel in den Gewinn eines neuen Kunden gesteckt, wobei Bestandskunden vernachlässigt werden. Das selbe gilt auch für die Mitarbeiter. Wenn sich wertvolle Köpfe als solche geschätzt fühlen und den Eindruck haben, dass sich etwas bewegt, werden sie länger im Unternehmen bleiben. Attraktivität steigern Um qualifiziertes Fachpersonal für die eigene Firma zu finden, muss man wissen, was das Unternehmen zu einem begehrten Arbeitgeber macht. Die Stärken des Unternehmens müssen analysiert und hervorgehoben werden. Doch attraktiv macht nicht nur ein gutes Gehaltsniveau, sondern auch Arbeitszeitmodelle oder das Betriebsklima. Die Kenntnis der eigenen Stärken ist die Grundlage für weitere Schritte auf dem Weg zu einer Arbeitgebermarke. Um den Wunschkandidaten überzeugend anzusprechen, muss man über die Zielgruppe möglichst genau Bescheid wissen, das heißt, sich an die korrekte Bewerbergruppe wenden. Recherche über Erwartungen und Bedürfnisse der Bewerber, die man für die Frima rekrutieren will führen meistens auch zu einer zielgerichteten Stellenausschreibung. Vorsicht vor allgemeinen Aspekten wie zum Beispiel Bewerberpräferenzen, die man in Studien findet. Über solche Aspekte sollte man sich nicht als Arbeitgebermarke positionieren, das machen die meisten Unternehmen und sind somit austauschbar. Es geht nicht darum, was der Bewerber sucht, sondern wer man als Arbeitgeber ist und wofür man steht. Zunächst müssen die wesentlichen Merkmale und Werte formuliert werden, die einen als Arbeitgeber auszeichnen. Besonders wichtig ist, sich von anderen Unternehmen zu unterscheiden und realistische und glaubwürdige Aussagen zu formulieren. Das Unternehmen zeigt ehrlich und authentisch auf, was den Arbeitgeber spürbar von anderen Unternehmen unterscheidet, damit wird auch das Arbeitgeber-Profil geschärft. Versprechen, die mit der Arbeitermarke gegeben werden müssen eingehalten werden, denn die neuen Mitarbeiter will man schließlich nicht nur gewinnen sondern dann auch behalten. Innenwirkung Im Kampf um die besten Talente geht es meist nicht um harte Fakten wie Gehalt oder Bonuszahlungen, sondern um Faktoren wie Wertschätzung und Anerkennung, Teamgeist und ein gutes Arbeitsklima. Glückliche Mitarbeiter sind die treibenden Kräfte eines Unternehmens und somit die besten Markenbotschafter.

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