„Duell mit Cristiano Ronaldo - warum nicht?“

Martin Roithner, Leserartikel, 30.08.2012 16:18 Uhr
Michael Schimpelsberger. Rapids Verteidiger im Gespräch über den beliebtesten Klub Österreichs, persönliche Karriere-Höhepunkte und wen er sich als Gegenspieler wünscht.  von Martin Roithner  Michael, deine fußballerischen Gene liegen in Oberösterreich. Wie kamst du überhaupt auf die Idee, Fußballer zu werden?  Ich wollte schon immer Fußballer werden. Als kleiner Junge habe ich mit meinem Vater im Garten Fußball gespielt, mit 13 Jahren stand mein Entschluss fest: Das ist mein Traumberuf!  Seit mittlerweile fast zwei Jahren spielst du nun beim populärsten Klub Österreichs, bei Rapid. Was macht diesen Verein einzigartig für dich?  Rapid ist wie eine große Familie. Fans und Spieler halten zusammen, jeder kennt sich. Zudem herrscht nicht nur in Österreich riesiges Medieninteresse rund um den Verein, auch im Ausland gibt es viele Rapid-Fans.  Als gelernter Innenverteidiger läufst du bei Rapid zumeist rechts hinten in der Viererkette auf. Ein Problem für dich, zumal du mit Christopher Trimmel einen starken Konkurrenten hast?  Als ich bei Twente Enschede unter Vertrag stand, musste ich auch manchmal in der Position des Rechtsverteidigers aushelfen. Mittlerweile habe ich mich gut umgestellt und finde mich in meiner Rolle immer besser zurecht.  2014 läuft dein Vertrag bei den Grün-Weißen aus, mit Option auf ein weiteres Jahr. Ist das Ausland ein Karriereziel, obwohl du bei Twente Enschede in Holland bereits Erfahrung gesammelt hast?  Natürlich bleibt das Ausland ein Karriereziel. Deutschland oder England sind Ligen, die mich reizen würden.  Vor deinem Wechsel nach Österreich im Herbst 2010 hattest du einen Marktwert von 160 000 €, laut transfermarkt.at liegt dieser inzwischen bei mehr als dem 4-fachen. Macht dich das in gewisser Weise stolz?  Stolz macht es mich nicht unbedingt, es ist mehr eine Bestätigung für meine positive Entwicklung als Fußballer. Mein Ziel ist es, mich weiter zu verbessern und – wenn möglich – meinen Wert zu steigern.  Was war bisher dein persönliches Highlight als Profifußballer?  Sowohl mein erster Champions-League-Einsatz bei Twente als 19-Jähriger als auch die Europa-League-Spiele mit Rapid waren echte Höhepunkte. Die Stimmung bei solchen Spielen ist einfach unglaublich.    Du hast schon einige Bundesligaspiele für Rapid bestritten, jedoch noch kein Tor erzielt. Wann ist es soweit?  Das ist richtig (lacht). Ich hoffe, ich werde bald erfolgreich sein. Ich werde auf alle Fälle hart dran arbeiten.  Andererseits ist es ja als Verteidiger deine Aufgabe, Gegentore zu verhindern. Wo siehst du selber deine Stärken im Spiel und wo ortest du noch Verbesserungspotenzial?  Meine Stärke ist ganz klar die 1-gegen-1 Situation. Auch offensiv schalte ich mich manchmal ein, wenngleich ich mich noch mehr ins Spiel nach vorne einbringen könnte.  Welcher Gegenspieler flößt dir Angst ein?  Angst habe ich vor keinem Gegner, aber Respekt. Ich würde gerne gegen Lionel Messi, Neymar oder Cristiano Ronaldo spielen, was habe ich schließlich zu verlieren?  Deine Lieblingsmannschaft?   Chelsea hat mir schon immer gut gefallen.  Mit welcher berühmten Person würdest du gerne einen Kaffee trinken?  Mit Mila Kunis (lacht).  Abschließende Frage: Du bist selber erst 21, dennoch bereits ein gestandener Profi. Was kannst du jungen Kickern mit auf den Weg geben, um erfolgreich zu sein?  Es ist immer wichtig, an sich zu glauben, hart zu arbeiten und seinen eigenen Weg zu gehen. Auch ich habe als Jugendlicher nicht daran gedacht, so weit zu kommen, aber ich habe nie aufgegeben.      Zur Person: Der gebürtige Linzer Michael Schimpelsberger durchlief als Jugendlicher die Nachwuchsabteilung des LASK, bis er 2008 ein Angebot aus Holland erhielt. Bereits zuvor hatte er sich den fußballerischen Feinschliff in den Akademien von Austria Wien und Red Bull Salzburg geholt. Beim niederländischen Spitzenverein Twente Enschede gab der damals 19-Jährige schließlich sein Debüt als Profifußballer, als er im Ligaspiel beim PSV Eindhoven eingewechselt wurde. Kurz darauf durfte er sogar Champions-League-Luft schnuppern und konnte zudem einen Assist im Spiel gegen Werder Bremen verbuchen. Im Oktober 2010 sicherte sich Rapid Wien die Dienste des gelernten Innenverteidigers um kolportierte 250 000 € Ablösesumme. Schimpelsberger hat für Österreichs Rekordmeister bislang mehr als 35 Spiele bestritten, dazu kommen viele Länderspiele für Österreichs Nachwuchsnationalteams.
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