Olympia: Das schmutzige Geschäft mit der Sportbekleidung
Chinesische Arbeiterinnen nähen Sportbekleidung. Foto: Will Baxter
WIEN/LINZ. Dass Bekleidung oft unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Kampagne „Clean Clothes“ rückt vor Olympia bekannte Sportartikelmarken und die Hintergründe der Produktion in den Mittelpunkt.
Hungerlöhne und erzwungene Überstunden prägen den Alltag von Nähern in Produktionsländern wie China, Sri Lanka oder den Philippinen. Während Sportunternehmen bei den olympischen Spielen viel Geld für Sponsorverträge ausgeben, erhalten chinesische Näher für die Fertigung von adidas-Produkten einen durchschnittlichen Stundenlohn von einem Euro.
„Playfair“, eine Initiative von internationalen Gewerkschaftsbünden und der Clean Clothes Kampagne, nahm vor Olympia Zulieferbetriebe, die Sportbekleidung für das atlethische Großereignis produzieren, unter die Lupe und befragte 175 Arbeiter. Das Ergebnis ist ernüchternd. Niedrige Löhne, gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen, erzwungene Überstunden und die Unterbindung gewerkschaftlicher Aktivitäten stehen in den Fabriken auf der Tagesordnung. „Die Olympischen Spiele zeigen: Geld ist nicht das Problem der internationalen Markenfirmen. Es wird aber auf unfaire Art und Weise verteilt. Unternehmen investieren das Maximum in die Präsentation der Marke, jedoch das Minimum in die Produktion der Ware. Für die Näherinnen und Näher bedeutet das ein Leben in Armut, trotz täglicher Schufterei“, erzählt Michaela Königshofer, Leiterin der Clean Clothes Kampagne.
Die faire Herstellung von Kleidung ist auch Johannes Heiml ein Anliegen. Der Südwind Regionalstellenleiter für OÖ organisiert die Wear Fair Messe in Linz, die fair hergestellte Mode präsentiert. „Bei der ersten Messe hatten wir oberösterreichische Sportler als Models engagiert. Ivica Vastic, der damals noch beim LASK war, saß in der Jury und meinte, er hätte auch gerne, dass sich der Verein faire Dressen besorgt. Die Sportler haben sich damals ehrenamtlich auf der Messe engagiert und ich finde, das ist schon ein klares Statement aus dem Sport“, sagt Heiml.
Der Bericht über die Zulieferbetriebe von Olympia und weitere Infos sind auf www.cleanclothes.at zu finden.
„Playfair“, eine Initiative von internationalen Gewerkschaftsbünden und der Clean Clothes Kampagne, nahm vor Olympia Zulieferbetriebe, die Sportbekleidung für das atlethische Großereignis produzieren, unter die Lupe und befragte 175 Arbeiter. Das Ergebnis ist ernüchternd. Niedrige Löhne, gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen, erzwungene Überstunden und die Unterbindung gewerkschaftlicher Aktivitäten stehen in den Fabriken auf der Tagesordnung. „Die Olympischen Spiele zeigen: Geld ist nicht das Problem der internationalen Markenfirmen. Es wird aber auf unfaire Art und Weise verteilt. Unternehmen investieren das Maximum in die Präsentation der Marke, jedoch das Minimum in die Produktion der Ware. Für die Näherinnen und Näher bedeutet das ein Leben in Armut, trotz täglicher Schufterei“, erzählt Michaela Königshofer, Leiterin der Clean Clothes Kampagne.
Die faire Herstellung von Kleidung ist auch Johannes Heiml ein Anliegen. Der Südwind Regionalstellenleiter für OÖ organisiert die Wear Fair Messe in Linz, die fair hergestellte Mode präsentiert. „Bei der ersten Messe hatten wir oberösterreichische Sportler als Models engagiert. Ivica Vastic, der damals noch beim LASK war, saß in der Jury und meinte, er hätte auch gerne, dass sich der Verein faire Dressen besorgt. Die Sportler haben sich damals ehrenamtlich auf der Messe engagiert und ich finde, das ist schon ein klares Statement aus dem Sport“, sagt Heiml.
Der Bericht über die Zulieferbetriebe von Olympia und weitere Infos sind auf www.cleanclothes.at zu finden.
Hungerlöhne und erzwungene Überstunden prägen den Alltag von Nähern in Produktionsländern wie China, Sri Lanka oder den Philippinen. Während Sportunternehmen bei den olympischen Spielen viel...
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