Burn-Out: Landesrat Rudi Anschober nimmt eine dreimonatige Polit-Auszeit
Foto: Weihbold
LINZ/OBERÖSTERREICH. Bei Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober wurde ein Burn-Out diagnostiziert. Ein längerer Krankenstand ist für den Grünen-Spitzenpolitiker deshalb notwendig. Anschober wird daher in den nächsten drei Monaten in der Landesregierung von einem anderen Regierungsmitglied des Koalitionspartners vertreten. Wer die Aufgaben interimistisch übernehmen wird, soll bis Montag geregelt werden.
"Schon in den vergangenen Monaten hatte ich deutliche Symptome, die sich auch durch eine bewusste Reduktion des Arbeitspensums während der letzten Wochen nicht besserten. Mein Erschöpfungszustand ist so massiv, dass die einzig zielführende Therapie eine absolute Schonung nötig macht. Nur so kann ich wieder ganz gesund werden und ab Jahresbeginn 2013 wieder mit voller Kraft und Einsatz für unser Land da sein, " erklärt der Grünen-Oberösterreich-Chef.
Seit fast genau neun Jahren arbeitet Anschober, der die Grünen in Oberösterreich in den Landtag und in die Landesregierung geführt hat, als einziges grünes Regierungsmitglied und Teil einer schwarz-grünen Koalition in Oberösterreichs Landesregierung und nimmt damit eine Pionierrolle ein.
"Ich bin sehr zuversichtlich, mit guter medizinischer Begleitung Kraft zu sammeln und wieder ganz gesund zu werden, damit ich 2013 voller Energie meine Arbeit für Oberösterreich fortsetzen kann. Haltet mir die Daumen!", postete Anschober heute auf seiner Facebook-Seite.
Erste Reaktionen Oberösterreichs Spitzenpolitiker:
Mit großem Bedauern reagiert Landeshauptmann Josef Pühringer auf die Burnout-Erkrankung von Landesrat Rudi Anschober: "Ich wünsche ihm rasche und vor allem vollständige Genesung, damit er nach der jetzt notwendigen Auszeit wieder seine Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Landes leisten kann. Ich kenne Rudolf Anschober als eine Persönlichkeit, die mit ganzer Kraft und großem Einsatz in seinen Ressorts für unser Land arbeitet. Die Burnout-Diagnose erfordert aber jetzt, dass er seine Gesundheit in den Vordergrund stellt, um nach erfolgter Genesung wieder mit voller Kraft für unser Land arbeiten zu können."
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Sozialreferent Josef Ackerl zollt seinem in die kurzfristige Polit-Auszeit ausscheidenden Kollegen höchsten Respekt: "Es gehört viel Mut dazu, sich zu Burn-Out zu bekennen!" so Ackerl. "Das gilt gerade in der Spitzenpolitik, die manche Menschen mehr als unser Hobby denn als harten Brotberuf betrachten, und gilt vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, in denen der Druck auf alle Beschäftigten stetig zunimmt und sie zunehmend krank macht, aber Burn-Out immer noch von manchen Menschen verharmlost oder als Hirngespinst abgetan wird!"
„Ich wünsche meinem Amtskollegen Rudolf Anschober alles Gute und baldige Genesung. Man darf die Belastung, die die Politik mit sich bringt, nicht unterschätzen“, so FPÖ-Landesparteiobmann, Landesrat Manfred Haimbuchner in einer ersten Stellungnahme. „Auch fernab der inhaltlichen und ideologischen Differenzen muss man Anschober Respekt für diesen schwierigen Schritt zollen.“
Als "richtigen Schritt, der mein vollstes Verständnis findet", beurteilt BZÖ-Oberösterreich-Chefin Ursula Haubner die heutige Entscheidung des grünen Landesrates. "Burn-Out wird oftmals belächelt, ist jedoch eine Erkrankung, die immer mehr um sich greift, aber von der Politik bisher sträflich vernachlässigt wurde. Vielleicht führt dieser Fall eines "ausgebrannten" Politikers bei den zuständigen Politikern endlich zu einem Umdenken. Ich wünsche Rudi Anschober jedenfalls persönlich wirklich alles Gute und viel Kraft", sagte Haubner.
Seit fast genau neun Jahren arbeitet Anschober, der die Grünen in Oberösterreich in den Landtag und in die Landesregierung geführt hat, als einziges grünes Regierungsmitglied und Teil einer schwarz-grünen Koalition in Oberösterreichs Landesregierung und nimmt damit eine Pionierrolle ein.
"Ich bin sehr zuversichtlich, mit guter medizinischer Begleitung Kraft zu sammeln und wieder ganz gesund zu werden, damit ich 2013 voller Energie meine Arbeit für Oberösterreich fortsetzen kann. Haltet mir die Daumen!", postete Anschober heute auf seiner Facebook-Seite.
Erste Reaktionen Oberösterreichs Spitzenpolitiker:
Mit großem Bedauern reagiert Landeshauptmann Josef Pühringer auf die Burnout-Erkrankung von Landesrat Rudi Anschober: "Ich wünsche ihm rasche und vor allem vollständige Genesung, damit er nach der jetzt notwendigen Auszeit wieder seine Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Landes leisten kann. Ich kenne Rudolf Anschober als eine Persönlichkeit, die mit ganzer Kraft und großem Einsatz in seinen Ressorts für unser Land arbeitet. Die Burnout-Diagnose erfordert aber jetzt, dass er seine Gesundheit in den Vordergrund stellt, um nach erfolgter Genesung wieder mit voller Kraft für unser Land arbeiten zu können."
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Sozialreferent Josef Ackerl zollt seinem in die kurzfristige Polit-Auszeit ausscheidenden Kollegen höchsten Respekt: "Es gehört viel Mut dazu, sich zu Burn-Out zu bekennen!" so Ackerl. "Das gilt gerade in der Spitzenpolitik, die manche Menschen mehr als unser Hobby denn als harten Brotberuf betrachten, und gilt vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, in denen der Druck auf alle Beschäftigten stetig zunimmt und sie zunehmend krank macht, aber Burn-Out immer noch von manchen Menschen verharmlost oder als Hirngespinst abgetan wird!"
„Ich wünsche meinem Amtskollegen Rudolf Anschober alles Gute und baldige Genesung. Man darf die Belastung, die die Politik mit sich bringt, nicht unterschätzen“, so FPÖ-Landesparteiobmann, Landesrat Manfred Haimbuchner in einer ersten Stellungnahme. „Auch fernab der inhaltlichen und ideologischen Differenzen muss man Anschober Respekt für diesen schwierigen Schritt zollen.“
Als "richtigen Schritt, der mein vollstes Verständnis findet", beurteilt BZÖ-Oberösterreich-Chefin Ursula Haubner die heutige Entscheidung des grünen Landesrates. "Burn-Out wird oftmals belächelt, ist jedoch eine Erkrankung, die immer mehr um sich greift, aber von der Politik bisher sträflich vernachlässigt wurde. Vielleicht führt dieser Fall eines "ausgebrannten" Politikers bei den zuständigen Politikern endlich zu einem Umdenken. Ich wünsche Rudi Anschober jedenfalls persönlich wirklich alles Gute und viel Kraft", sagte Haubner.
"Schon in den vergangenen Monaten hatte ich deutliche Symptome, die sich auch durch eine bewusste Reduktion des Arbeitspensums während der letzten Wochen nicht besserten. Mein Erschöpfungszustand ist so massiv,...
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