Einmal halbiert: Barbara Wohinz nahm in einem Jahr über 60 Kilo ab

Ilona Fürtbauer, Leserartikel, 23.05.2012 13:00 Uhr

MICHELDORF. Noch vor einem Jahr brachte Barbara Wohinz bei einer Körpergröße von 1,57 Metern 126,5 Kilogramm auf die Waage. Mit einer Ernäh¬rungsumstellung und reichlich Bewegung kam die 29-jährige Micheldorferin auf ihr jetziges Wohlfühl-Gewicht von 64 Kilo.

„Man muss unglücklich genug sein, um das zu schaffen. Wenn Dicke sagen, sie sind zufrieden oder glücklich, ist das nicht wahr. Man arrangiert sich damit, glücklich ist man aber nicht“, berichtet Barbara Wohinz über ihren positiven Lebenswandel: „Ich war von Kindheit an dick, deshalb war es auch für mich nicht so tragisch – bis ich Hosengröße 56 erreichte. Das war nach der Entbindung meiner dritten Tochter. Außerdem hatte ich Gastritis und bekam einen Reflux (Anm. d. Red.: Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre). Wenn ich zwei Kilometer ging, taten mir die Knie und Knöchel weh.“ Jetzt, 12 Monate später und über 60 Kilo weniger trägt die Nageldesignerin Größe 36/38: „So gut wie jetzt ist es mir in meinem Leben noch nie gegangen!“Von einer Nachbarin hat Wohinz vom Ernährungsprogramm von Susanne Frühwirth erfahren: „In erster Linie ging es mir darum, meine Gastritis loszuwerden und meine Gesundheit in den Griff zu bekommen. Am 15. April 2011 habe ich die Ernährungsumstellung mit einem Startgewicht von 126,5 Kilogramm begonnen.“Der Weg zum gesunden IchÜber den Tag verteilt isst Wohinz seitdem sieben Mahlzeiten – diese bestehen zum Großteil aus Eiweiß (Fleisch, Fisch oder Geflügel) sowie zwei Gemüse- und Obst-Portionen. Um die Muskelmasse zu erhalten, nimmt sie zuckerfreie Protein-Shakes zu sich. Darüber hinaus sollte sie 10.000 Schritte täglich gehen. „Nach den ersten sechs Wochen habe ich schon 15 Kilo abgenommen. Ich bin aber nicht bei den 10.000 Schritten geblieben sondern machte gleich 40.000 bis 50.000 – ich bin sehr ehrgeizig.“ Im Laufe der Zeit wurde Wohinz immer schneller und agiler. Für eine Runde um den Flugplatz brauchte sie anfangs noch zwei Stunden – jetzt ist dieser Weg in einer Dreiviertelstunde gemacht.   Ihr erstes Ziel – unter 100 Kilo zu kommen – hatte Wohinz bald erreicht: „Das wollte ich feiern. Ich hatte so große Lust auf Pizza, dachte mir aber: “Wenn ich jetzt aufhöre, falle ich in meine alten Essgewohnheiten zurück.„ Und so machte ich weiter. Mit 80 Kilo dachte ich mir – so, 70 packst du auch noch, diese hatte ich zu Weihnachten.“ In dieser Zeit machte die lebenslustige Micheldorferin eine Gesundenuntersuchung, um Mangelerscheinungen auszuschließen: „Meine Werte waren top. Wichtig ist es, das Richtige zu essen. Wenn man zu wenig isst, schaltet der Körper auf Notbetrieb um und bunkert in Form von Fett.“Krönung: BodyliftDass so ein enormer Gewichtsverlust nicht nur positive Veränderungen des Körpers mit sich bringt, war Wohinz klar: „Ich wusste, dass meine Haut und Brust hängen würden. Meine Ärztin fragte mich, ob ich mich nicht für eine Operation begutachten lassen möchte. Das habe ich auch gemacht und bekam die Zusage für ein Bodylift.“Im April 2012, vor ihrer OP im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, hatte Barbara Wohinz insgesamt bereits 62 Kilogramm weniger auf den Rippen. „Bei der OP wurden drei Kilo Haut entfernt: 30 Zentimeter am Unterbauch, 12 Zentimeter an der Taille und 18 Zentimeter an Rücken und Gesäß. Ich durfte vier Wochen nicht sitzen, nur stehen oder liegen.“ Im Herbst werden Brust und Oberarme rekonstruiert, die Oberschenkel sollen folgen.Welche positiven Aspekte hat der Gewichtsverlust neben den gesundheitlichen Auswirkungen aber noch gebracht? „Mein schönstes Erlebnis hatte ich, als ich 45 Kilo weniger wog: Meine große Tochter umarmte mich und sagte: “Mama, das ist das erste Mal, dass ich meine Hände hinter deinem Rücken zusammenbringe.„ Meine Freunde und Kinder sind stolz auf mich – und das ist das größte Lob.“

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