Kastrierte Katzen leben sicherer
NEUFELDEN. Fridolin B127 ist nach seinem Fundort benannt. Als kleines Kätzchen wurde er in einer Schuhschachtel aus dem Auto geworfen, seine drei Geschwister starben dabei. Heute lebt Fridolin als schöner Kater bei der Tierarztfamilie Jerzö, die immer wieder mit solchen Notfällen zu tun hat.
„Wir haben Zeiten gehabt, in denen die Stationhälfte voll mit Sozialfällen war", schildert Tierarzt Andreas Jerzö. Im vergangenen Jahr waren es an die 50 Katzen, die in der Kleintierordination Neufelden abgegeben, aufgepäppelt und weiter vermittelt wurden - nicht ohne sie zuvor kastriert zu haben. „Wir geben keine unkastriert weiter", sagt Jerzö. Schließlich gilt ohnehin für jede Katze mit regelmäßigem Zugang ins Freie die Kastrationspflicht.
Unerwünschter Nachwuchs
Da diese allerdings nicht lückenlos eingehalten wird, kommt es besonders im Frühjahr und Herbst immer wieder zu unerwünschtem Katzennachwuchs, der dann erschlagen, ausgesetzt oder sich selbst überlassen wird. „Es wird besser", weiß Jerzö, „aber die großen Katzenbestände, etwa auf Bauernhöfen, bleiben ein Problem."
Er weiß aber auch, dass es mit Gesetzen und Strafen allein nicht getan ist: „Das hat im Tierschutz noch nie was gebracht. Viel wichtiger ist es, den Besitzern zu erklären, dass sie auf ihre eigene Katze schauen müssen." Sind Katzen oder Kater kastriert, streunen sie weniger - das vermindert das Verletzungsrisiko durch Unfälle, Jäger oder Tierquäler. Kastrierte Kater führen auch keine Revierkämpfe. Das Risiko hormoneller Erkrankungen ist geringer und somit steigt die Lebenserwartung der Tiere.
Pflicht nachgehen
Tierschutz-Landesrat Hermann Kepplinger (SP) sieht den sorglosen Umgang mit der Katzenkastration von der finanziellen Seite: „Die jährlichen Kosten, die für die Unterbringung und die tierärztliche Versorgung der unerwünschten Katzen entstehen, sind beträchtlich. Auch Populationen von verwildeten Hauskatzen werden immer häufiger zum Problem." Durch die Einhaltung der Kastrationspflicht ließe sich viel Tierleid verhindern.
Information:
Katzen können im Laufe eines Jahres zwei bis drei Mal jeweils vier, fünf Junge bekommen. Um auf das Problem des unerwünschten Nachwuchses aufmerksam zu machen, wurde ein Katzenkastrationsfolder aufgelegt. Dieser kann telefonisch (0732/7720-12046) oder per E-Mail (manuela.probst@ooe.gv.at) angefordert werden.
Unerwünschter Nachwuchs
Da diese allerdings nicht lückenlos eingehalten wird, kommt es besonders im Frühjahr und Herbst immer wieder zu unerwünschtem Katzennachwuchs, der dann erschlagen, ausgesetzt oder sich selbst überlassen wird. „Es wird besser", weiß Jerzö, „aber die großen Katzenbestände, etwa auf Bauernhöfen, bleiben ein Problem."
Er weiß aber auch, dass es mit Gesetzen und Strafen allein nicht getan ist: „Das hat im Tierschutz noch nie was gebracht. Viel wichtiger ist es, den Besitzern zu erklären, dass sie auf ihre eigene Katze schauen müssen." Sind Katzen oder Kater kastriert, streunen sie weniger - das vermindert das Verletzungsrisiko durch Unfälle, Jäger oder Tierquäler. Kastrierte Kater führen auch keine Revierkämpfe. Das Risiko hormoneller Erkrankungen ist geringer und somit steigt die Lebenserwartung der Tiere.
Pflicht nachgehen
Tierschutz-Landesrat Hermann Kepplinger (SP) sieht den sorglosen Umgang mit der Katzenkastration von der finanziellen Seite: „Die jährlichen Kosten, die für die Unterbringung und die tierärztliche Versorgung der unerwünschten Katzen entstehen, sind beträchtlich. Auch Populationen von verwildeten Hauskatzen werden immer häufiger zum Problem." Durch die Einhaltung der Kastrationspflicht ließe sich viel Tierleid verhindern.
Information:
Katzen können im Laufe eines Jahres zwei bis drei Mal jeweils vier, fünf Junge bekommen. Um auf das Problem des unerwünschten Nachwuchses aufmerksam zu machen, wurde ein Katzenkastrationsfolder aufgelegt. Dieser kann telefonisch (0732/7720-12046) oder per E-Mail (manuela.probst@ooe.gv.at) angefordert werden.
„Wir haben Zeiten gehabt, in denen die Stationhälfte voll mit Sozialfällen war", schildert Tierarzt Andreas Jerzö. Im vergangenen Jahr waren es an die 50 Katzen, die in der Kleintierordination Neufelden...
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