Auf dem Rennrad durch die Natur: Mehr braucht Bichl nicht zum Glück
Hat mitterlweile schon 150.000 Kilometer in die Pedale getreten: Josef Bichl aus Englfing.
Josef Bichl mit dem Seniorencup-Winner-Trikot 2012
Zunächst war er nur auf Trainingslagern mit Freunden oder allein, unter anderem in Mallorca, Kroatien oder Zypern. „Da hab ich schon gemerkt, dass meine Alterklasse mit mir nicht mithalten kann", erinnert sich der „Beißer". Grundkondition und Ausdauer waren von verschiedenen Laufveranstaltungen bereits da. „Aber der Radsport schont die Gelenke wesentlich mehr", weiß Bichl.
„Auch im Alter
noch Ziele setzen"
Den ersten Radmarathon (durchschnittlich 120 Kilometer lang) fuhr Josef Bichl erst vor fünf Jahren. Die Resultate ließen aufhorchen, auch im Gesamtklassement ist er stets im vorderen Mittelfeld. „Und in der Pension hatte ich mir vorgenommen, das Radfahren intensiver zu betreiben." Mittlerweile hat Josef Bichl zum zweiten Mal in Folge den Österreichischen Seniorencup gewonnen. Bei dem aus sieben Radmarathons bestehenden Cup werden die besten vier Ergebnisse gewertet. Neben vielen weiteren Topresultaten holte er sich auch den zehnten Rang beim 6-Stunden-Rennen in Grieskirchen mit 215 Kilometer in der Masterklasse M50. Zuletzt wurde Bichl beim Sauwaldman in der Klasse M60 auf der Strecke A mit 122 Kilometer und 2190 Höhenmeter Zweiter.
Highlight im heurigen Radkalender war die Teilnahme am Ötztaler Radmarathon – mit 238 Kilometer und unvorstellbaren 5500 Höhenmetern. „Ich dehne viel, mache auch zwischendurch immer wieder ein Belastungs-EKG", erklärt Bichl, dass er viel Wert auf einen gesunden Rahmen legt. Menschen, die es ihm gerne gleichtun und ebenfalls mit dem Radport anfangen wollen, rät Bichl, langsam zu beginnen und längere, eher flache Strecken zu fahren bzw. nur langsam zu steigern.
Bei Bichl selbst fängt die Radsaison im Februar an, wo er auf gesalzenen Straßen fährt. „Hunderte Kilometer zu Anfang des Jahres werden bei mir nur flach gefahren, es wird nur gehaxelt", lacht er. Insgesamt tritt er rund 10.000 Kilometer alljährlich in die Pedale, insgesamt ist er mittlerweile schon an die 150.000 Kilometer gefahren. Im Hausruckwald rückt er zu Mountainbike-Touren aus. Auch Skitouren oder Langlaufen gehören für ihn immer noch zum sportlichen Repertoire.
Ziele gibt es aber immer noch – etwa der Dolomiten-Marathon in Italien und der Radklassiker von Trondheim nach Oslo über 520 Kilometer. „Man muss sich auch im Alter noch Ziele setzen", weiß Bichl offensichtlich sehr gut, was ihn jung hält.
Nach 50 Arbeitsjahren im Verkauf bzw. Management ist der Ottnanger im Jahr 2010 in die Pension gegangen. Die gesamte Familie des zweifachen Vaters und fünffachen Großvaters ist sportlich aktiv – sein Sohn...
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