Fleißige Biber setzen mit Dammbauten Auwälder und Felder unter Wasser
Durch die Bauarbeiten einer engagierten Biberfamilie ist dieser Auwald in Mettensdorf seit Wochen überflutet.
Tips hat sich vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht: Lokalaugenschein in Saxen: In nur einem Tag schafft ein Biber den Baum. Fotos: Michaela Primeßnig
Jährliche Entschädigung und kontrollierter Abschuss gefordert
Die Pappelwälder des betroffenen Bauern stehen seit Wochen unter Wasser. Sollte ein Baum auf die angrenzende Straße fallen, auf der auch viele Radfahrer unterwegs sind, wird es schwierig, das Holz aus dem Wald zu entfernen, weil die Flächen nicht befahrbar sind. Wenn jemandem etwas passiert, ist auch der Grundeigentümer haftbar. „Wir fordern eine jährliche Entschädigung für diese Waldgebiete. Das ist aber nicht alles, auch das erlaubte Entnehmen wäre hier angebracht“, ist Peterseil überzeugt, dass ein kontrollierter Abschuss dem Problem entgegenwirken würde. Bisher scheiterten diese Forderungen immer am Naturschutz. Doch auch dort weiß man nun, dass in den nächsten Jahren die gezielte Entnahme auch in Oberösterreich erforderlich sein wird, obwohl die Population noch nicht so hoch ist wie in den angrenzenden Bundesländern Niederösterreich und Bayern. Während in unserem Land etwa 500 bis 550 Biber leben, sind es in Niederösterreich 2700 bis 3000 und in Bayern sogar 15.000 bis 20.000 fleißige Nager. „Wir sind immer froh, wenn die Grundeigentümer zu uns kommen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können“, versichert Gerald Neubacher von der Naturschutz-Abteilung des Landes. Vorerst spricht man sich am Land für vorbeugende Maßnahmen aus wie etwa Elektrozäune oder bissfeste Zäune. Bei großen Flächen ist aber fraglich, wer dafür die Kosten auch auch die Arbeiten übernehmen wird.
Wir kennen Biber nur von Bildern und aus der Zahnpasta-Werbung. Die Nager sind nachtaktiv, weshalb Menschen sie nur sehr selten zu Gesicht bekommen. Wie fleißig die unter Naturschutz stehenden Vegetarier sind, beklagen...
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