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Hochwasserschutzprojekt "St. Georgener Bucht" soll vor neuerlicher Katastrophe bewahren

Tips Redaktion   Michaela Fabian aus Perg, Tips Redaktion, erstellt am 14.08.2012, 09:00 Uhr


Überflutetes Luftenberg im August 2002: Dies soll mit dem in Planung befindlichen Projekt in Zukunft verhindert werden. Foto: Gemeinde Luftenberg
 

ST. GEORGEN/GUSEN/LUFTENBERG/LANGENSTEIN. Das Land Oberösterreich geht das nächste Projekt an der Donau an: Die derzeit in Planung befindliche „St. Georgener Bucht" soll ab 2016 erbaut werden. Der Kostenpunkt der in Summe fünf Kilometer langen Dämme und Schutzmauern liegt bei knapp 14 Millionen Euro. Die betroffenen Gemeinden steuern rund drei Millionen Euro bei.
Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Jahrhundert-Hochwassers in Oberösterreich gehen Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober mit dem nächsten Hochwasserschutz- Projekt an die Öffentlichkeit: Die „St. Georgener Bucht", bestehend aus fünf Kilometer Dämmen und Schutzmauern, soll 4500 Menschen in den Gemeinden Langenstein, Luftenberg und St. Georgen/Gusen vor einer Wiederholung der Katastrophe bewahren. Unmittelbar nach der Jahrhundertflut 2002 haben die Bürgermeister der drei Gemeinden eine Resolution an das Land Oberösterreich verabschiedet, in der sie Hochwasserschutzmaßnahmen forderten. Infolge wurde der „Hochwasserschutzverband St. Georgener Bucht" gegründet, der gemeinsam mit den zuständigen Behörden an der Umsetzung des Hochwasserschutzdammes arbeitet. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planungsphase. Die Behörde prüft, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. Der genaue Trassenverlauf konnte aufgrund der Einsprüche einiger Grundeigentümer noch nicht fixiert werden.

Schutz für 480 Gebäude und rund 4500 Menschen

„Insgesamt soll der Hochwasserschutzdamm 480 Gebäude und 4500 direkt und indirekt betroffene Menschen vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützen", skizziert Ackerl den Umfang des Projekts. 2986 Meter Hochwasserschutzmauern und 1940 Meter Dämme werden laut Planung errichtet. Dabei entfallen auf St. Georgen/Gusen die wenigsten Objektschutzmaßnahmen. „Der eigentliche Projektbereich erstreckt sich nördlich der B3 von der Ortschaft Abwinden zum südlichen Siedlungsgebiet St. Georgen und weiter von Gusendorf bis zum südlichen Langenstein", schildert Anschober. Die Kosten belaufen sich aktuell auf 13,7 Millionen Euro: 50 Prozent trägt der Bund, 30 Prozent übernimmt das Land OÖ und 20 Prozent der Interessent „Hochwasserschutzverband St. Georgener Bucht". Die einzelnen Gemeinden steuern zusätzlich drei Millionen Euro bei. Der Bund stellt seine Mittel von 2016 bis 2020 zur Verfügung, die Landesmittel sind für denselben Zeitraum vorgesehen.

Bis dato nur persönliche Vorgespräche

Bezüglich des vorliegenden Trassenentwurfes geben einzelne Grundbesitzer, vor allem jene in Gusendorf (Felsnadel bis zur Bachstraße) und Abwinden, noch keine Zustimmung und signalisieren Änderungswünsche hinsichtlich des Trassenverlaufs. Vorausgesetzt die Grund- und Hauseigentümer stimmen zu, wird der Baubeginn entsprechend den finanziellen Zusagen des Bundes ab 2016 terminisiert.

ECKDATEN DES PROJEKTES

- Schutzgrad: HQ100 (100-jährliches Hochwasserereignis), vereinzelt Reduzierung auf HQ30
- Einbindung in das Orts- und Landschaftsbild
- Funktion der Hinterlandentwässerung: Kanalisation, Oberflächenwasser
- Beeinflussung des Oberflächenabflusses: Es dürfen sich keine negativen Auswirkungen auf den Hochwasserabfluss ergeben.
- Vermeidung der Beeinträchtigung der Grundwassersituation
- Ökologie: keine Beeinträchtigung des Naturhaushaltes
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Hochwasserschutzprojekt "St. Georgener Bucht" soll vor neuerlicher Katastrophe bewahren

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