Hiesl: „Es ist für mich unverständlich, warum die B123 mit einem Schwerverkehr-Verbot belegt ist“

Michaela Primessnig, Leserartikel, 08.07.2014 16:00 Uhr
BEZIRK. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl musste vom SP-Bezirksvorsitzenden Thomas Punkenhofer heftige Kritik einstecken, weil dieser das Fahrverbot für den Schwerverkehr auf der B123 aufheben will. Tips-Redakteurin Michaela Primeßnig hat den Straßenbaureferenten um Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten.Tips: Welchen Vorteil sehen Sie in der Aufhebung des Schwerverkehr-Verbotes auf der B123?Hiesl: Durch das Fahrverbot kam es zur Mehrbelastung auf der Aisttalstraße in Schwertberg. Allein schon wegen der unterschiedlichen Wertigkeit der beiden Straßen ist es unverständlich, dass der Schwerverkehr sich auf einer Landesstraße durch das Ortsgebiet von Schwertberg bewegen muss und die besser ausgebaute B123 mit einem Schwerverkehr-Verbot belegt ist. Wir führten Mitte Mai eine Verkehrszählung auf der Aisttalstraße durch und diese ergab eine Steigerung des LKW-Verkehrs an zwei von drei Messpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Zudem kam es zu einer deutlichen Überschreitung der verordneten 30km/h-Beschränkung trotz verstärkter Polizeipräsenz. Als erstes werde ich mit LH-Stv. Entholzer ein Gespräch führen und Lösungsmöglichkeiten diskutieren.  Tips: Welche verkehrsberuhigenden Maßnahmen sollen gesetzt werden, damit der zusätzliche Verkehr für die Anrainer der B123 erträglich bleibt? Die Anrainer klagen schon jetzt über unübersichtliche Stellen und gefährliche Schulbus-HaltestellnHiesl: Wichtig ist, dass die Verkehrsbelastung in der Region gleich verteilt wird. Gefahrenstellen sind unabhängig von etwaigen Verboten zu beseitigen. Tips: Wie schaut es aktuell mit der Donaubrücke Mauthausen aus? Gibt es bereits Neues aus NÖ? Wie lange muss man noch rechnen, bis die Planungen beginnen können?Hiesl: Mit der Planung der neuen Donaubrücke in Mauthausen wird begonnen, sobald die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in Niederösterreich zur Umfahrung Pyburg vorliegt. Tips: Würde es nicht Sinn machen, mit der Öffnung für den Schwerverkehr zu warten, bis hier die nächsten Schritte geplant sind? Hiesl: Natürlich fließen solche Überlegungen in die Entscheidungsfindung mit ein. Trotzdem brauchen wir rasche Lösungen. Tips: Bürgermeister Thomas Punkenhofer hat an der Aufhebung des Schwerverkehr-Fahrverbotes auf der B123 kein gutes Haar gelassen. Mächten Sie dazu nochmal Stellung nehmen?Hiesl. Der Herr Bürgermeister von Mauthausen soll nicht von seinen eigenen Problemen ablenken. Er hat zahlreiche eigene Verkehrsprobleme in seinem Veranstwortungsbereich zu meistern, wenn ich da nur an die Zufahrts. und Abfahrtsproblematik der Wohnbauprojekte m Kirchenberg denke. Ich würde mir hier im Sinne der Mauthausener eine rasche und sinnvolle Lösung wünschen. Wenn er ein Problem mit der Öffnung für den Schwerverkehr auf der B123 hat, empfehle ich ihm mit seinem Parteikollegen und zuständigen landesrat Entholzer in Kontakt zu treten.
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Kommentare

  1. Johann Wöckinger 08.07.2014 22:04 Uhr

    "... ist mir unverständlich ..." ???? - Strassenbaureferent LH Stv. Franz Hiesl hat also verlauten lassen, dass das Schwerverkehrsfahrverbot ausgenommen Quell- und Zielverkehr auf der B123 fallen soll, um die Schwertberger Anrainer der Aisttal-Landesstraße (L1415) zu entlasten. Daß die betroffenen Schwertberger unter dem Schwerverkehr leiden ist völlig nachvollziehbar, und dass sie sich gegenüber der B123 ungerecht behandelt fühlen auch. Aber diese Ungleichheit durch ein Nivellieren nach (ganz) unten auszugleichen ist schon kurios. Für die B123 wurde seinerzeit die Verkehrsbeschränkung erlassen um Mautflüchtlinge fernzuhalten welche der mautpflichtigen A7 ausweichen wollen. Diese Argumentation ist immer noch gültig und wird durch den Ausbau der S10 sicher noch an Bedeutung gewinnen. Der Grundgedanke dahinter ist doch den Schwer- und Transitverkehr auf dem hochrangigen Straßennetz zu halten. Mit der geplanten Freigabe der B123 wird genau das Gegenteil erreicht und der Transit wird eingeladen über die Landesstraßen zu rolle

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