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Auf den Straßen des Oberen Innviertels wurde die Flucht zur Irrfahrt

Gerald Ecker aus Redaktion Braunau, erstellt am 01.02.2012, 00:00 Uhr


Kurz vor der Mittagsstunde überfiel der Deutsche (70) die Bankfiliale in St. Georgen - mit Pistole und Bombe bewaffnet, wie er vorgab.  

ST. GEORGEN BEI SALZBURG/EGGELSBERG. Auch das besondere Straßennetz des Oberen Innviertels leistete seinen Beitrag, dass ein Bankräuber noch auf der Flucht gefasst werden konnte. Am Mittwoch, 25. Jänner, betrat kurz vor Mittag ein Mann eine Bank in St. Georgen bei Salzburg (Flachgau). Seiner Forderung nach Bargeld verlieh er mit dem Hinweis auf eine Bombe und Pistole Nachdruck. Mit der Beute machte sich der Täter auf die Flucht.

Auch der Bankdirektor lief ins Freie, um Angaben zu Fluchtwagen und Fluchtrichtung machen zu können. Der Zufall wollte es, dass ein Bekannter des Bankdirektors mit dem Auto vorbeikam - und so nahmen beide die Nachfahrt auf. In St. Pantaleon verloren sie den Flüchtenden aus den Augen, doch ihre Informationen - von der Automarke bis zum Kennzeichen - waren für die Polizei von großem Nutzen. Der Bankräuber dürfte seine Verfolger bemerkt haben. 

Vier Stunden Irrfahrt

Anstatt über Ettenau-Tittmoning nach Deutschland zu fahren, kurvte er, wie die Polizei berichtet „über die zahlreichen Nebenstraßen und Feldwege im südlichen Innviertel". Die Polizei hatte mittlerweile einen Hubschrauber auf der Spur des Wagens und bereitete die Anhaltung des - als bewaffnet eingeschätzten - Täters vor. In Eggelsberg-Gundertshausen war es schließlich soweit, nach vier Stunden der Flucht - oder Irrfahrt - durch das Oberinnviertel klickten für den Bankräuber die Handschellen. Der Täter (70, aus Deutschland) soll im Dezember 2011 bereits eine Bank in Walchensee/Tirol überfallen haben. Pistole war keine zu finden, die vermeintliche Bombe entpuppte sich als Plastikbox mit Eieruhr und Drähten.

Helfen, nicht Helden spielen

Die Polizei betont, wie hilfreich die Hinweise des Bankdirektors und seines Bekannten waren: „Man kann´s eigentlich nicht besser machen." Gefragt sind Helferdienste, keine Heldentaten. Die Zeugen eines Banküberfalls sollten beobachten, notieren und schnellstmöglich die Polizei informieren. Auf keinen Fall sollen sie sich selbst - und dadurch womöglich andere - in Gefahr bringen.

 
 


 

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