SV Ried will 30.000 Polen die Party vermiesen
Die Choreographie der Legia-Fans in den polnischen Nationalfarben
RIED IM INNKREIS. Durchaus optimistisch fährt die SV Josko Ried zum Rückspiel in der Europa League-Qualifikation gegen Legia Warschau.
Manager Stefan Reiter: „Legia Warschau ist uns normalerweise in jedem Bereich überlegen. Aber wir haben sie zuhause geschlagen. Und gegen jede Mannschaft, die man zuhause schlägt, kann man auch auswärts erfolgreich sein.“
An der Motivation wird es sicher nicht liegen, die Spieler brennen auf das Match. Anel Hadzic: „Man spielt nicht oft in einem EM-Stadion vor so einer tollen Kulisse. Wir führen mit 2:1, können mit breiter Brust nach Warschau fahren und wollen wieder eine Überraschung schaffen. Wenn wir wieder so einen Tag haben wie zuhause, dann ist alles möglich. Wir brauchen keine Angst haben. Sie haben zwar die Unterstützung von 30.000 Fans im Rücken. Wir wollen diesen 30.000 aber die Party vermiesen und so feiern wie gegen Bröndby Kopenhagen.“
Für Trainer Heinz Fuchsbichler geht es vor allem darum, „dass wir die Frische wieder zurückbekommen. Der Druck liegt bei Legia Warschau, das ist sicherlich positiv.“
Starker Auftritt
Im Hinspiel präsentierte sich die SV Josko Ried nach dem Flop gegen Wolfsberg wie ausgetauscht – und das lag nicht nur daran, dass René Gartler von Beginn an spielte, und Trainer Heinz Fuchsbichler erstmals und sehr erfolgreich im 4-2-3-1-System spielen ließ. Die Mannschaft war von Beginn an voll konzentriert, überzeugte mit Lauf- und Kampfbereitschaft ebenso wie mit taktischer Disziplin und sparte sich die Eigenfehler, die gegen den WAC so genervt hatten, fast völlig.
Zu den Standardverteidigern Thomas Reifeltshammer und Jan Marc Riegler rückten Thomas Hinum und Andreas Schicker nach hinten in die Vierer-Verteidigung, während Marcel Ziegl mit Anel Hadzic einen Doppelsechser spielte und Mario Reiter zwischen Markus Grössinger und Mario Meilinger ins zentrale Mittelfeld vorrückte. In der zweiten Halbzeit wurde Reiter dann noch offensiver und servierte Gartler die exzellente Flanke zum 1:0-Führungstreffer.
Laute Legia-Fans
Während die Mannschaft von Legia Warschau erst in der Schlussphase mit zehn Mann ihre wahre Stärke zeigte, beeindruckten die 700 bis 800 polnischen Fans im Stadion über die ganzen 90 Minuten mit einem Nonstop-Support in einer Lautstärke, die sogar den Torjubel untergehen ließ. Höhepunkt war nach Wiederanpfiff eine tolle Choreographie (natürlich mit Bengalos) in den polnischen Nationalfarben zum Jahrestag des Warschauer Aufstandes von 1944. Rechnet man diese Fan-Unterstützung auf 25.000 bis 30.000 Zuschauer hoch, kann man sich ausmalen, was die SVR in Warschau erwartet.
Keine besonderen Vorkommnisse
Obwohl (wie an Plakaten und T-Shirts zu erkennen war) unter den Legia-Fans in Ried auch Neonazis waren, verhielten sie sich im Stadion geradezu vorbildlich und waren auch außerhalb friedlich. Die schlimmsten vorübergehend festgenommenen „Übeltäter“ waren drei, die einen Gartenzaun demolierten, und vier, die einen Brückenpfeiler im Bereich der A8 bei der Abfahrt Ried besprühten; außerdem neun Polen, deren Identität überprüft werden musste.
Im Nachhinein erscheint der riesige Polizeieinsatz mit rund 550 Beamten, die einen Tag lang das Stadtbild prägten und sich dabei in der brütenden Hitze fadisieren durften, etwas übertrieben – ganz zu schweigen davon, dass geschlossene Geschäfte und Cafés in der Innenstadt mit der berühmten Innviertler Gastfreundschaft kaum vereinbar sind.
An der Motivation wird es sicher nicht liegen, die Spieler brennen auf das Match. Anel Hadzic: „Man spielt nicht oft in einem EM-Stadion vor so einer tollen Kulisse. Wir führen mit 2:1, können mit breiter Brust nach Warschau fahren und wollen wieder eine Überraschung schaffen. Wenn wir wieder so einen Tag haben wie zuhause, dann ist alles möglich. Wir brauchen keine Angst haben. Sie haben zwar die Unterstützung von 30.000 Fans im Rücken. Wir wollen diesen 30.000 aber die Party vermiesen und so feiern wie gegen Bröndby Kopenhagen.“
Für Trainer Heinz Fuchsbichler geht es vor allem darum, „dass wir die Frische wieder zurückbekommen. Der Druck liegt bei Legia Warschau, das ist sicherlich positiv.“
Starker Auftritt
Im Hinspiel präsentierte sich die SV Josko Ried nach dem Flop gegen Wolfsberg wie ausgetauscht – und das lag nicht nur daran, dass René Gartler von Beginn an spielte, und Trainer Heinz Fuchsbichler erstmals und sehr erfolgreich im 4-2-3-1-System spielen ließ. Die Mannschaft war von Beginn an voll konzentriert, überzeugte mit Lauf- und Kampfbereitschaft ebenso wie mit taktischer Disziplin und sparte sich die Eigenfehler, die gegen den WAC so genervt hatten, fast völlig.
Zu den Standardverteidigern Thomas Reifeltshammer und Jan Marc Riegler rückten Thomas Hinum und Andreas Schicker nach hinten in die Vierer-Verteidigung, während Marcel Ziegl mit Anel Hadzic einen Doppelsechser spielte und Mario Reiter zwischen Markus Grössinger und Mario Meilinger ins zentrale Mittelfeld vorrückte. In der zweiten Halbzeit wurde Reiter dann noch offensiver und servierte Gartler die exzellente Flanke zum 1:0-Führungstreffer.
Laute Legia-Fans
Während die Mannschaft von Legia Warschau erst in der Schlussphase mit zehn Mann ihre wahre Stärke zeigte, beeindruckten die 700 bis 800 polnischen Fans im Stadion über die ganzen 90 Minuten mit einem Nonstop-Support in einer Lautstärke, die sogar den Torjubel untergehen ließ. Höhepunkt war nach Wiederanpfiff eine tolle Choreographie (natürlich mit Bengalos) in den polnischen Nationalfarben zum Jahrestag des Warschauer Aufstandes von 1944. Rechnet man diese Fan-Unterstützung auf 25.000 bis 30.000 Zuschauer hoch, kann man sich ausmalen, was die SVR in Warschau erwartet.
Keine besonderen Vorkommnisse
Obwohl (wie an Plakaten und T-Shirts zu erkennen war) unter den Legia-Fans in Ried auch Neonazis waren, verhielten sie sich im Stadion geradezu vorbildlich und waren auch außerhalb friedlich. Die schlimmsten vorübergehend festgenommenen „Übeltäter“ waren drei, die einen Gartenzaun demolierten, und vier, die einen Brückenpfeiler im Bereich der A8 bei der Abfahrt Ried besprühten; außerdem neun Polen, deren Identität überprüft werden musste.
Im Nachhinein erscheint der riesige Polizeieinsatz mit rund 550 Beamten, die einen Tag lang das Stadtbild prägten und sich dabei in der brütenden Hitze fadisieren durften, etwas übertrieben – ganz zu schweigen davon, dass geschlossene Geschäfte und Cafés in der Innenstadt mit der berühmten Innviertler Gastfreundschaft kaum vereinbar sind.
Manager Stefan Reiter: „Legia Warschau ist uns normalerweise in jedem Bereich überlegen. Aber wir haben sie zuhause geschlagen. Und gegen jede Mannschaft, die man zuhause schlägt, kann man auch auswärts...
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