Hilfe von Funkamateuren ist bei Katastrophen gefragt

Rosina Pixner Rosina Pixner, Tips Redaktion, 30.08.2011
RIED. Der Amateurfunk ist ein staatlich anerkannter Funkdienst, dessen „Do“s and Dont„s“ per Gesetz geregelt sind. Liebe zur und Freude an der Technik sind eine der Voraussetzungen. Viele Entwicklungen der Funktechnik wurden von Amateurfunkern gemacht und später von der Industrie übernommen und zur Serienreife gebracht. Die Amateurfunk-Ortsgruppe Ried-Grieskirchen hat zwölf neue lizenzierte Funkamateure.Die Ortsgruppe Ried-Grieskirchen ist mit über 90 Mitgliedern einer der größten Amateurfunk-Vereine in Österreich. Neben diversen Veranstaltungen wie Wandertag, Exkursionen, Grillnachmittag trifft man sich jeden ersten Samstag im Monat zum Clubabend im Gasthaus Mayr in Geiersberg.Das Gasthaus Mayr stellt nicht nur die Räumlichkeit für Veranstaltungen des Amateurfunk-Vereins zur Verfügung, es ist auch ein so genanntes Relais (Funkstation) stationiert. „Unter den gut 90 Mitgliedern sind großteils technisch Interessierte, die sich die Funkerei zum Hobby gemacht haben und auch zu Hause zum Teil größere Sende/Empfangsanlagen errichtet haben. Weltweite Funkverbindungen in andere Kontinente sind dabei keine Seltenheit, sondern an der Tagesordnung“, berichtet Karl Feichtenschlager, Obmann und Ausbildungsreferent der Ortsgruppe Ried/Grieskirchen.Um den Funkamateur-Nachwuchs zu fördern, organisierte er einen Amateurfunk-Kurs. 16 Teilnehmer entschieden sich für den Kurs der Klasse 1 CEPT. „Eine derart große Gruppe ist eher die Ausnahme. Auch die Altersmischung der Kursgruppe war interessant zu beobachten – der jüngste Teilnehmer mit gerade mal 13 bis zum Ältesten mit 60 Jahren“, freut sich Feichtenschlager.Der Kurs selbst startete Anfang Februar. Ein Mal pro Woche trafen sich die Amateurfunker für drei Stunden. Anfang Juni dieses Jahres war es dann so weit, alle 16 Kursteilnehmer traten zur Amateurfunk-Prüfung (Klasse 1 CEPT) in Salzburg beziehungsweise in Linz zur mündlichen Prüfung an. „Der Schwierigkeitsgrad lässt sich ohne weiteres mit dem CE-Führerschein im Straßenverkehr vergleichen“, weiß Dieter Zechleitner aus Mehrnbach. Er ist Landesleiter der Amateurfunker in Oberösterreich. Zwölf von den 16 angetretenen Personen schafften die Prüfung.„Der nächste Schritt nach der positiv absolvierten Prüfung war das Ansuchen um ein Funkrufzeichen. Denn ohne persönliches Rufzeichen darf kein Funkbetrieb gemacht werden. Mittlerweile sind fast alle zwölf neu lizenzierten Funkamateure bereits QRV (funkbereit mit eigenen Funkgeräten)“, berichtet Reinhard Lorenz, selbst passionierter Amateurfunker.Kursangebot und InformationenAuch im Jahr 2012 hat Ausbildungsreferent und Obmann Karl Feichtenschlager wieder einen Kurs zur Ausbildung von Funkamateuren geplant. „Oft sind es Funkamateure, die bei Katastrophen die ersten Funkverbindungen aus den betroffenen Gebieten herstellen und Rettungsmaßnahmen koordinieren – und das nicht nur im exotischen Ausland, sondern auch in Österreich, beispielsweise beim Lawinenunglück in Galtür in Tirol im Jahr 1999, als die staatlichen Kommunikationseinrichtungen wegen Überlastung zusammenbrachen. Für detaillierte Informationen ist Karl Feichtenschlager unter 0664/73853355 oder per E-Mail: [email protected] erreichbar. Mehr zum Verein der Amateurfunker gibt es auch unter www.oevsv.at.
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