Naturtipp: Geheimnisvolle Moose: uralt & artenreich
Foto: Hehenberger
Sie wachsen in unseren Mühlviertler Wäldern und Mooren genauso wie auf Feuchtwiesen, Felsblöcken, Hausdächern und in Steinbrüchen. Moose sind geheimnisvolle Pflanzen, deren Schönheit und Formenvielfalt sich meist erst auf den zweiten Blick zeigt.
Im Gegensatz zu ihrem genügsamen und bescheidenen Auftreten schmücken sich viele Moose mit ausgesprochen klangvollen Namen: Welliges Katharinenmoos, Spitzblättriges Torfmoos, Eichhornschwanz-Weißzahnmoos... Diese Bezeichnungen weisen auf botanische Eigenarten und Besonderheiten hin, die von Biologen entdeckt worden sind.
Vor 400 bis 450 Millionen Jahren sind die Moose aus den ersten Landpflanzen entstanden. Die ersten Blütenpflanzen tauchten erst 300 Millionen Jahre später auf unserem Planeten auf. Die anspruchslosen Überlebenskünstler kommen gänzlich ohne Wurzeln aus; sie heften sich mit wurzelähnlichen Fäden an der Unterlage fest. In Österreich gibt es zirka 1070 verschiedene Moosarten.
Moose speichern Wasser
Moose können als Überlebenskünstler viel Wasser speichern - etwa das 15- bis 30-fache ihres Gewichtes. Eine besonders hohe Saugfähigkeit haben Torfmoose, die in den Mooren und Feuchtwiesen des Mühlviertels bei Regenperioden wie ein Schwamm das Wasser aufnehmen und in kleinen Portionen wieder abgeben.
Diese Torfmoose hatten auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Da sie im Boden nicht fest verankert sind, können sie jährlich nur wenige Millimeter nach oben wachsen. Im Moor hemmen ständige Nässe und Sauerstoffmangel die sonst übliche Umwandlung in Humus. In einem langsamen über Jahrhunderte laufenden Prozess werden die abgestorbenen Pflanzenteile zu „Torf“ umgewandelt. Dieser Torf war bis ins 20. Jahrhundert hinein ein wichtiger Brennstoff in den Glashütten und zum Brennen von Keramikgefäßen in St. Peter bei Freistadt. Heute stehen die wenigen Moore, die uns geblieben sind, unter Naturschutz.
Moose als Schadstoffanzeiger
Da die Moose Wasser und Nährstoffe direkt über die Oberfläche aufnehmen, reagieren sie extrem empfindlich auf Umweltgifte, im Besonderen auf Schwermetalle.
Verfasser:
Karl Zimmerhackl, önj Haslach
www.boehmerwaldnatur.at
Vor 400 bis 450 Millionen Jahren sind die Moose aus den ersten Landpflanzen entstanden. Die ersten Blütenpflanzen tauchten erst 300 Millionen Jahre später auf unserem Planeten auf. Die anspruchslosen Überlebenskünstler kommen gänzlich ohne Wurzeln aus; sie heften sich mit wurzelähnlichen Fäden an der Unterlage fest. In Österreich gibt es zirka 1070 verschiedene Moosarten.
Moose speichern Wasser
Moose können als Überlebenskünstler viel Wasser speichern - etwa das 15- bis 30-fache ihres Gewichtes. Eine besonders hohe Saugfähigkeit haben Torfmoose, die in den Mooren und Feuchtwiesen des Mühlviertels bei Regenperioden wie ein Schwamm das Wasser aufnehmen und in kleinen Portionen wieder abgeben.
Diese Torfmoose hatten auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Da sie im Boden nicht fest verankert sind, können sie jährlich nur wenige Millimeter nach oben wachsen. Im Moor hemmen ständige Nässe und Sauerstoffmangel die sonst übliche Umwandlung in Humus. In einem langsamen über Jahrhunderte laufenden Prozess werden die abgestorbenen Pflanzenteile zu „Torf“ umgewandelt. Dieser Torf war bis ins 20. Jahrhundert hinein ein wichtiger Brennstoff in den Glashütten und zum Brennen von Keramikgefäßen in St. Peter bei Freistadt. Heute stehen die wenigen Moore, die uns geblieben sind, unter Naturschutz.
Moose als Schadstoffanzeiger
Da die Moose Wasser und Nährstoffe direkt über die Oberfläche aufnehmen, reagieren sie extrem empfindlich auf Umweltgifte, im Besonderen auf Schwermetalle.
Verfasser:
Karl Zimmerhackl, önj Haslach
www.boehmerwaldnatur.at
Im Gegensatz zu ihrem genügsamen und bescheidenen Auftreten schmücken sich viele Moose mit ausgesprochen klangvollen Namen: Welliges Katharinenmoos, Spitzblättriges Torfmoos, Eichhornschwanz-Weißzahnmoos......
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