Manuel Geyer und Thomas Treml radeln vier Tage rund um Österreich

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 13.08.2012 14:00 Uhr

SCHARNSTEIN/ALTMÜNSTER. Für den Reindlmühler Thomas Treml und Manuel Geyer aus Scharnstein begann am Mittwoch ein schweißtreibendes Abenteuer. Die beiden treten beim „härtesten und längsten Nonstop Radrennen Europas“ - dem „Race around Austria“ - in die Pedale.

Von St. Georgen im Attergau aus nahmen die beiden als „Team Kaiser“ die 2.200 Kilometer und 28.000 Höhenmeter entlang der Staatsgrenzen rund um Österreich in Angriff. Zu bewältigen gilt es die Hügellandschaften Ober- und Niederösterreichs, die pannonische Tiefebene, die steirische Weinstraße, Großglockner und Silvretta, das Inntal und das Salzachtal wieder zurück zum Startort. 2.200 Kilometer entlang der GrenzenAls Zweier-Team müssen sich der 31-jährige Sportwissenschaftler Geyer und der 40-jährige Angestellte Treml nicht nur mit den Tücken des Streckenprofils und dem Kampf gegen Müdigkeit, sondern auch mit fünf Konkurrenz-Mannschaften aus Österreich, Deutschland und der Schweiz auseinandersetzen. Vier Teilstrecken zwischen 342 und 708 Kilometern haben die Dauerradler insgesamt ohne Pause zu bewältigen. Kurz vor dem Start standen die Pedalritter „Tips“ Rede und Antwort.Tips: Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, am „Race around Austria“ teilzunehmen?Geyer: Es ist einfach der Reiz am längsten und härtesten Non-Stop-Radrennen Europas teilzunehmen. Außerdem will ich - soweit es die Zeit erlaubt - das „Race around Austria“ in den nächsten Jahren auch solo als Einzelstarter bewältigen.Treml: Nachdem mir das „Transalp-Rennen“ über acht Tage mit täglich sechs Stunden mit insgesamt 21.000 Höhenmetern viel Spaß gemacht hat, sollte es heuer ein noch intensiveres Rennen sein. Das „Race around Austria“ im Zweier-Team ist genau diese Herausforderung, die ich mir vorgestellt habe.Tips: Seit wann und in welchem Umfang bereitet Ihr Euch auf das Rennen vor? Geyer: Als ehemaliger Radrennsportler hat mich der Sattel nie richtig losgelassen. Ich musste feststellen, dass ich meinen Kollegen gegenüber immer stärker werde, je länger wir in die Pedale treten. Das war die Geburtsstunde für lange Trainingseinheiten und so entdeckte ich die Liebe zum Extremradsport. Mit mehr oder weniger großen Pausen betreibe ich Radsport seit zwei Jahrzehnten. Heuer bin ich auf einen Trainingsumfang von 1.000 bis 1.200 Kilometer pro Woche gekommen.Treml: Ich bin seit zehn Jahren begeisterter Rennradfahrer. Seit sechs Jahren lege ich viele Kilometer am Arbeitsweg zurück, da Wohnort und die Büros, wo ich arbeite, 75 beziehungsweise 50 Kilometer entfernt sind. Somit lege ich mindestens 100 Kilometer pro Tag zurück, wenn ich statt mit dem Auto mit dem Rad zur Arbeit fahre. Dadurch hat sich meine Kondition entsprechend entwickelt, Daher habe ich mich entschlossen an einigen Radrennen teilzunehmen - wie zum Beispiel im Vorjahr am achttägigen Transalp-Challenge-rennen. Heuer bin ich bisher auf einen Trainingsumfang von rund 11.000 Kilometern gekommen.Tips: Welches Ziel habt Ihr Euch vorgenommen?Treml: Ziel ist es natürlich unter den besten Drei mitzumischen und die Vier-Tage-Grenze zu unterbieten.Tips: Habt Ihr Euch schon eine Renntaktik zurecht gelegt?Geyer: Langsamer Start im unteren aeroben Stoffwechsel, um das Ziel sicher zu erreichen, dann kann in der Endphase des Rennens noch lange genug der Druck aufs Pedal erhöht werden.Tips: Gibt´s ein Betreuungs-team, das Euch begleitet?Geyer: Insgesamt sind acht Mann unterwegs - wir zwei Sportler und sechs Betreuer in zwei Betreuerautos. 

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