Stiftsgarten in Hohenfurth wird nach Mittelalter-Plänen gestaltet
Theo van den Bosch und Prior Justin Berka vom Stift HohenfurthFoto: Hartl
St. Oswald/Hohenfurth. Der Paradiesgarten im Herzen des Zisterzienserstiftes Hohenfurth wird nach alten Aufzeichnungen für die Landesausstellung 2013 neu aufgebaut. Verantwortlich dafür zeigt sich Gartenhistoriker Theo van den Bosch, der schon ähnliche Projekte in ganz Europa betreute.
Bröckelnde Mauern, verwilderte Gartenanlagen und kaputte Fenster - wie so viele Prunkbauten präsentierte sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auch das Stift Hohenfurth (Vyšši Brod) in einem desolaten Zustand. Doch bald soll neuer Glanz in die ehrwürdigen Klostermauern zurückkehren: Für einen kleinen Teil der umfangreichen Sanierungsarbeiten zeigen sich die Rotary-Clubs Rohrbach, Krumau, Freistadt und Budweis verantwortlich. Sie wollen den Paradiesgarten im Herzen des Klosters bis zu Beginn der Landesausstellung 2013 in Schuss bringen. Das Besondere: Die quadratische Grünfläche im Innenhof soll nach alten Plänen aus dem 13. Jahrhundert gestaltet werden. Historische Blumen und Pflanzen sind dabei genauso gefragt, wie geschichtliches Wissen über Gärten, Klöster und die Gartenbaukunst aus dieser Zeit. „Es ist eine Mischung aus Geschichte, Philosophie und Landschaftsarchitektur, die solche Projekte brauchen“, sagt Theo van den Bosch (66), der sich als Gartenhistoriker in vielen Ländern Europas einen Namen machte. Projekte in Belgien, St. Gallen (Schweiz) und Amsterdam (Holland) brachten dem in St. Oswald lebenden van den Bosch schon internationales Renommee ein.
Historische Gesetze
Neben den umfangreichen Recherchearbeiten müssen auch die historischen und regional bedeutendsten Wild- und Wiesenpflanzen vor Ort revitalisiert werden. „Blumen wie zum Beispiel die Kuckuckslichtnelke, Steinbrech, Kartäusernelke, Feldstiefmütterchen oder das bekannte Gänseblümchen finden hier seine Heimat“, erklärt er. Auch bei der Gestaltung müssen historische Gesetze befolgt werden: Ein Paradiesgarten teilt sich in vier Teile, die als Symbol für die vier Himmelsrichtungen oder eben die vier Evangelisten stehen. In der Mitte steht ein Brunnen, der von einem Gitter mit Kletterrosen „überdacht“ ist. Gras-, Beetstreifen und ein Kiesweg wechseln sich ab. Eine Blumenwiesenfläche ergänzt das Ganze. Schon im
Frühjahr kommenden Jahres kann der Garten bewundert werden.
Historische Gesetze
Neben den umfangreichen Recherchearbeiten müssen auch die historischen und regional bedeutendsten Wild- und Wiesenpflanzen vor Ort revitalisiert werden. „Blumen wie zum Beispiel die Kuckuckslichtnelke, Steinbrech, Kartäusernelke, Feldstiefmütterchen oder das bekannte Gänseblümchen finden hier seine Heimat“, erklärt er. Auch bei der Gestaltung müssen historische Gesetze befolgt werden: Ein Paradiesgarten teilt sich in vier Teile, die als Symbol für die vier Himmelsrichtungen oder eben die vier Evangelisten stehen. In der Mitte steht ein Brunnen, der von einem Gitter mit Kletterrosen „überdacht“ ist. Gras-, Beetstreifen und ein Kiesweg wechseln sich ab. Eine Blumenwiesenfläche ergänzt das Ganze. Schon im
Frühjahr kommenden Jahres kann der Garten bewundert werden.
Bröckelnde Mauern, verwilderte Gartenanlagen und kaputte Fenster - wie so viele Prunkbauten präsentierte sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auch das Stift Hohenfurth (Vyšši Brod) in einem desolaten...
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