Ablinger und Geierspichler mit Ernährungsstratie aus St. Veit in Rio

Christian Hartl, Leserartikel, 02.09.2016 12:05 Uhr

ST. VEIT. Wenn am 7. September in Rio die 15. Paralympischen Sommerspiele beginnen, werden auch Walter Ablinger und Thomas Geierspichler um Medaillen kämpfen. Ernährungstechnisch auf Sieg eingestellt wurden sie von Judith Haudum.

Während es bei Walter Ablinger auf seinem Handbike in den Bewerben am 14., 15. und 16. September (Einzelzeitfahren, Straßenrennen, Teambewerb) ernst wird, beginnen die Rennen für Geierspichler bereits am 9. September mit den Vorlauf des 100 m Bewerbs. Neben dem 100m-Bewerb bestreitet er noch die Wettkämpfe über die 400 m und 1500 m an den darauffolgenden Tagen.

Lange Vorbereitung

Lange bevor die beiden österreichischen Paralympischen Sportler in Rio an den Start gehen, begann bereits die Vorbereitung auf dieses Sportereignis. Seit über einem Jahr plant Judith Haudum für die Spiele und versucht dadurch, die beiden Athleten optimal auf die Bedingungen im Olympiaort einzustellen. Die Küche in Brasilien ist anders als in Österreich und auch wenn die Sportler hauptsächlich im Paralympischen Dorf sein werden, gibt viele Lokale und Supermärkte außerhalb des Dorfes, wo ein Sportler Zutritt hat. Zum Ziel der Sicherung der Lebensmittelqualität reiht sich bei den diesjährigen Spielen auch die Anpassung and brasilianische Klima, welche einer intensiven Planung und Vorbereitung bedurfte. Wie immer gilt es bei solchen Veranstaltungen, die Risiken für eine Nicht-Teilnahme so gering wie möglich zu halten.

Qual der Wahl am Hotel-Buffet

Die Ernährung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Athleten werden im Paralympische Dorf versorgt und haben eine große Auswahl an Mahlzeiten. Jedoch ist sich Haudum da mit ihren internationalen KollegInnen einig, das dies für manche Athleten eine große Herausforderung darstellt. Nicht selten machen Sportler den Fehler, von solch einer Vielfalt zu viel auszuwählen, wodurch die unmittelbare Vorbereitung auf den wichtigsten Wettkampf im Jahr leidet. Auf diese Fallen und vieles mehr hat die Sporternährungsexpertin alle im Paralympischen team aufmerksam gemacht. In Wien gab es mit dem gesamten österreichischen Paralympischen Team einen Workshop, bei welchem die wichtigsten Eckpfeiler für die Spiele gemeinsam aufgearbeitet wurden. Für Walter Ablinger und Thomas Geierspichler dürfte das große Buffet ohnehin kein Problem sein. Seit Monaten hat Haudum mit ihnen an ihrer Wettkampfvorbereitung gearbeitet. Die Ernährung war bereits im Vorfeld der  Spiele geplant und auf das Training abgestimmt.  Dies wird sich auch in Rio fortsetzen damit am Tag X alles passt und die beiden optimal vorbereitet an den Start gehen.

Kulinarische Recherche vor Ort

Die Planung solcher Wettkämpfe bedeutet sehr viel an Recherche. Vor allem in Gebieten, wie Brasilien, ist die Lebensmittelhygiene ein großes Problem. Verunreinigtes Wasser, verdorbene Lebensmittel oder mit Schadstoffen belastetes Gemüse waren seit jeher in den Schlagzeilen während so mancher Sportgroßveranstaltungen. Um diese Probleme nicht zu haben, hat die Expertin ausreichend recherchiert und für ihre Sportler die Reise bis in die kleinsten Details geplant. So wurden vom Zeitpunkt des Verlassen des Hauses daheim bis zum Wettkampftag alle möglichen Szenarios besprochen und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Sportler ihre Leistungen in ihren Wettkämpfen optimal umsetzen können. Judith Haudum ist davon ganz fest überzeugt.

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