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Hightech – kombiniert mit Menschlichkeit

Tips Redaktion   Martina Ebner aus Vöcklabruck, Tips Redaktion, erstellt am 01.10.2012, 23:00 Uhr


„Hochtechnologie mit menschlicher Zuwendung“ ist nicht nur Tagungstitel eines Kongresses unter Primar Dietmar Seewald, sondern auch Philosophie im Strahlenzentrum des Landeskrankenhaus Vöcklabruck. Foto: gespag

Peter Panholzer (l.) und Dietmar Seewald  

Vöcklabruck. Mit dem Strahlenzentrum wurde das Landeskrankenhaus Vöcklabruck 2008 zum onkologischen Vollversorger für die Region. Zwei innovative neue Methoden bringen wesentliche Fortschritte für die Patienten im ISO-zertifizierten Strahlenzentrum.
„Es braucht das absolute Vertrauen in die behandelnden Ärzte, aber auch in die Technik, wenn es
um Nuklearmedizin oder Strahlentherapie geht", weiß Primar Peter Panholzer, Ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses Vöcklabruck. „Das gibt Zuversicht und Hoffnung, denn Krebs ist in vielen Fällen heilbar und eine kompetente Behandlung kann für die Prognose entscheidend sein."
Mit dem im Herbst 2008 eröffneten zweiten Strahlenzentrum in Oberösterreich bietet das Landeskrankenhaus Vöcklabruck alle Untersuchungsmethoden und Therapien für Tumorerkrankungen an. Die vom TÜV Austria ausgestellte Zertifizierung nach ISO 9001:2008 drückte dem Strahlenzentrum im Vorjahr den amtlichen Qualitätsstempel auf.
Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Teil des interdisziplinären Konzepts, das bei jeder Krebserkrankung notwendig ist. In rund 40 Prozent der Fälle hilft Bestrahlung, den Krebs zu heilen, 70 Prozent aller Krebspatienten erhalten im Laufe ihrer Therapie eine Bestrahlung. Die Patienten werden stationär, aber auch ambulant behandelt. Die Zahlen entwickeln sich erwartungsgemäß nach oben. So wurden in der Strahlentherapie/Radioonkologie 627 Patienten im Jahr 2009 stationär und 937 im Vorjahr behandelt. Die ambulante Frequenz stieg im selben Vergleichszeitraum von 8568 auf 14.655. Natürlich führen die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden die Liste an, gefolgt von Braunau und Kirchdorf. Dann kommen Ried im Innkreis, Grieskirchen und Wels/Land. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auch auf Salzburg und die Bezirke Bad Aussee und Liezen.

Unbegründete Ängste
und Vorurteile

„Die Strahlentherapie ruft bei vielen Menschen Ängste und Vorurteile hervor", weiß Primar Dietmar Seewald, Leiter des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie. „Diese sind unbegründet, denn die Bestrahlungsdosis kann zielgerichtet verabreicht werden." Seewald war Ende September Präsident der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Radioonkologie, Radiobiologie und Medizinische Radiophysik in Gmunden unter dem Titel „Hochtechnologie und menschliche Zuwendung".

Pionierarbeit bei
Entspannungsmethoden

„Das Strahlenzentrum in Vöcklabruck dient auch als Ausbildungsstelle für Anwender aus dem Ausland bzw. wird auch von ihnen besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen", sagt Seewald. Eine Besonderheit ist etwa das spezielle Lichtsystem, das während der Bestrahlung den Raum in einen frei wählbaren Farbton taucht. Hier leistet Vöcklabruck Pionierarbeit in Österreich. Dadurch entspannen sich die Patienten und die Abbruchrate bei Bestrahlungen ist nachweislich deutlich geringer. Bereits erfolgreich eingesetzt wird die sogenannte VMAT Technik (Volumetric Modulated ARC Therapie). Sie ermöglicht, die Strahlendosis genauer an das Zielgebiet anzupassen. Kurz vor der Implementierung ist auch die Stereotaktische Bestrahlung. Dies ist eine hochtechnologische Methode, mit der Tumore im Gehirn, in der Leber und in der Lunge behandelt werden können.
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Hightech – kombiniert mit Menschlichkeit

„Es braucht das absolute Vertrauen in die behandelnden Ärzte, aber auch in die Technik, wenn esum Nuklearmedizin oder Strahlentherapie geht", weiß Primar Peter Panholzer, Ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses...
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