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Vöcklabruckerin engagierte sich in Israel für die Menschenrechte

Tips Redaktion   Martina Ebner aus Vöcklabruck, Tips Redaktion, erstellt am 01.10.2012, 23:00 Uhr


Israelische Soldaten öffnen ein „Landwirtschaftliches Tor“. Ein irischer Kollege von Teresa Mayr dokumentiert die Situation.

Die Vöcklabruckerin Teresa Mayr

Eine EAPPI-Kollegin aus England dokumentiert die Situation, nachdem israelische Siedler in Al Lubban Ash Shurqiya eine palästinensische Familie angegriffen haben. Fotos: Teresa Mayr  

VÖCKLABRUCK. Als Studentin der Internationalen Entwicklung und Afrikawissenschaften war die Vöcklabruckerin Teresa Mayr (25) in Israel/Palästina und arbeitete für das EAPPI-Programm. Drei Monate verbrachte sie in Tulkarem, einem Ort im Norden der West Bank.
Das EAPPI-Programm wurde vor zehn Jahren vom Weltkirchenrat ins Leben gerufen und setzt sich für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina ein. Ziel ist es, Israelis und Palästinenser auf ihrem Weg zu einem gerechten Frieden durch ein Ende der Besatzung, Einhaltung von internationalem Recht bzw. UN- Resolutionen zu unterstützen. Das Programm ist an sieben verschiedenen Orten vertreten. Dabei leisten die internationalen Teams unter anderem Vernetzungsarbeit, dokumentieren und melden Menschenrechtsverletzungen und gewähren schützende Präsenz in verletzbaren Gemeinschaften.
Tulkarem ist eine Stadt im nordwestlichen Teil der besetzten palästinensischen Gebiete. Zusammen mit den beiden Flüchtlingslagern, die in Tulkarem liegen, hat die Stadt ungefähr 80.000 Einwohner. Das Mittelmeer ist nur etwa 14 Kilometer von Tulkarem entfernt. Seit dem Bau der Mauer im Jahr 2003 bleibt allerdings für die meisten Bewohner Tulkarems sowie wie für den überwiegenden Teil der Palästinenser in der West Bank der Zugang zum Meer sowie zu Israel verwehrt.
„Als die israelische Regierung 2002 mit dem Bau der Mauer zwischen Israel und Palästina begonnen hatte, wurde viel palästinensisches Land konfisziert. Die Mauer wurde nicht auf der Grünen Linie, sondern auf palästinensischem Grund errichtet", erklärt Mayr. Dies führte dazu, dass viele Palästinenser ihr Land zur Gänze verloren haben. Zum Teil liegt palästinensische landwirtschaftliche Nutzfläche nun auf der anderen Seite der Mauer. Dieses Land ist für die Bauern ausschließlich durch spezielle „Tore", die vom israelischen Militär nur zu bestimmten Zeiten geöffnet werden, erreichbar, berichtet Mayr. Außerdem müssen die Bauern eine Genehmigung beantragen, um durch solche „Tore" zu ihrem Ackerland zu gelangen. Aber nicht nur die Bauern, die ihr Land auf der anderen Seite der Mauer haben, brauchen solche Genehmigungen. Alle Bewohner der West Bank müssen eine Genehmigung beantragen, um etwa ihre Familie auf der anderen Seite der Mauer zu besuchen, oder um in Israel zu arbeiten. „Häufig werden die Anträge auf eine solche Genehmigung ohne erfindliche Gründe abgelehnt", bedauert Mayr.
Insgesamt gibt es 41 solcher „Checkpoints" mit Metalldetektoren zwischen Israel und Palästina. Einige werden von privaten Sicherheitsfirmen geleitet, andere vom israelischen Militär. Immer wieder kommt es dabei zu Schikanierungen. „Manche Sachen, die ich hier gesehen habe, beispielswiese die Ungerechtigkeit, mit denen die Palästinenser täglich konfrontiert sind, sind nur schwer zu verdauen", fasst Mayr ihre bedrückenden Erfahrungen im Auslandseinsatz zusammen.
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