Kritik: Festgelegte Turnstunde in Kindergärten sei überflüssig

Claudia Natschläger, Leserartikel, 04.09.2012 10:55 Uhr

WALDING. Keine Turnstunde im Kindergarten: Die Landtagsabgeordnete und ausgebildete Kindergartenpädagogin Eva Maria Gattringer (ÖVP) kritisiert Sportorganisationen in ihrer Forderung nach Turnstunden im Kleinkindalter.

Nach Ansicht der Politikerin seien die Bestrebungen der österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO), der rund 60 unterstützenden Fachverbände, des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) und den drei Dachverbänden, eine tägliche Turnstunde in Schulen und Kindergärten einzuführen, gänzlich haltlos. Offensichtlich sei hingegen die Tatsache, dass zu wenig über die Kindergartenarbeit und Entwicklung von jungen Kindern bekannt sei: „Kleine Kinder haben ein natürliches Bewegungsbedürfnis, das besonders im Kindergarten gefördert wird - schließlich arbeiten hier pädagogische Fachkräfte, die im Zuge ihrer Ausbildung ein umfassendes Wissen über Bewegung, Spiel und Sport lernen und auch selber absolvieren müssen“, so Gattringer. Die Erziehungsarbeit orientiere sich vornehmlich am ganztägigen, spielerischen Lernen.   Eine zeitlich festgelegte Turnstunde sei daher nicht erforderlich: „Das Erkennen von Begabungen und Talenten von Kindern und entsprechende Förderangebote, nicht nur im sportlichen Bereich, sind wichtig.“ Ziel der Bewegungserziehung im Kindergarten sei es mitnichten, Spitzensportler heranzuziehen, sondern die Freude an gesunder Bewegung altersgemäß zu fördern und neue Bewegungserlebnisse zu ermöglichen. Hinsichtlich dieser Feststellung seien nun auch die Sportvereine gefordert, betont Gattringer.   Die ÖVP-Politikerin plädiert daher für eine bessere Vernetzung zwischen Kindergärten und Sportvereinen: „Auch Vereinstrainer brauchen pädagogische Kenntnisse, damit besonders junge Kinder nicht überfordert werden und die Freude an der Bewegung erhalten bleibt!“
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