Umtausch von Weihnachtsgeschenken

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich , Tips Redaktion, 21.12.2016 12:11 Uhr

Gerade in der Weihnachtszeit kann es schon einmal vorkommen, dass der geschenkte Pullover zu klein ist, die neue CD bereits im Regal steht oder einem die Pfeffermühle von den Großeltern einfach nicht gefällt. Doch welche Rechte haben Konsumenten/-innen, wenn sie mit einem Produkt nach dem Kauf unzufrieden sind oder dieses gar mangelhaft ist? Ein allgemeines Umtauschrecht für im Geschäft gekaufte einwandfreie Waren gibt es in Österreich nicht.

In vielen Fällen bieten Firmen aber freiwillig ein Umtauschrecht oder sogar eine Geld-zurück-Garantie an. Gerade bei Weihnachtsgeschenken sind Unternehmen hier meist großzügig. Einen Rechtsanspruch darauf haben Sie aber nur dann, wenn Sie dies bereits beim Kauf ausdrücklich vereinbart haben (z.B. durch einen Vermerk auf der Rechnung) oder das Geschäft ein generelles Umtauschrecht einräumt.

Voraussetzung für den Umtausch oder die Rückgabe ist bei fast allen Geschäften die Vorlage des Kassenbons, oft muss die Ware auch noch originalverpackt oder wenigstens unbenützt sein. Ausgeschlossen sind fast überall Sonderanfertigungen, geschnittene Ware, entsiegelte Software (z.B. CD’s, DVD’s oder Computerspiele) sowie Handys mit Anmeldung. Häufig ausgenommen sind auch preisreduzierte Waren und Hygieneprodukte.

Gesetzliches Rücktrittsrecht beim Fernabsatz

Bei Waren, die z.B. im Internet, im Versandhandel oder beim Teleshopping bestellt wurden, können Konsumenten/-innen binnen 14 Tagen ab Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen mittels eindeutiger Erklärung (z.B. Brief, Fax oder Mail) vom Vertrag zurücktreten. Die Rücksendekosten sind grundsätzlich von den Konsumenten/-innen zu tragen, außer der Händler hat bei Vertragsabschluss nicht über diese Kostenpflicht informiert. Manche Händler erklären sich aber auch freiwillig bereit, die Rücksendekosten zu übernehmen. Achtung: Bestimmte Waren sind vom Rücktrittsrecht ausgenommen. Darunter fallen beispielsweise Software, die bereits entsiegelt wurde (z.B. CD’s, DVD’s, Computerspiele), Sonderanfertigungen oder „Freizeitdienstleistungen“ (z.B. Karten für kulturelle oder sportliche Veranstaltungen).

Mangelhafte Produkte: Gewährleistung

Ist das Geschenk mangelhaft, haben Konsumenten/-innen den gesetzlichen Anspruch auf Gewährleistung. In diesem Fall kann man vom Verkäufer zunächst die kostenlose Reparatur oder den Austausch fordern.

Eine Auswahl von Firmen, die mit einem generellen Umtauschrecht oder sogar einer Rückerstattung des Kaufpreises werben, finden Sie unter www.ooe.konsumentenschutz.at.

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Kommentare

  1. Gastuser 28.12.2016 19:38 Uhr

    sehr aufschlussreich - Danke dafür. Ich versuche dennoch trotz Umtauschmöglichkeiten wirklich das zu schenken, was gewünscht ist oder eben gemeinsam mit der Person einkaufen zu gehen. Das macht Spaß!

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