Vitamin D - das Sonnenvitamin

Martina Enthammer , Leserartikel, 03.01.2017 19:56 Uhr

Eine optimale Vitamin D Versorgung ist in Österreich eher schwierig, da es in Lebensmitteln nicht in ausreichender Form vorkommt. Theoretisch könnten wir zumindest im Sommer, unseren Vitamin D Bedarf über die Eigensynthese der Haut decken. Dafür müsste man täglich mindestens 20 Minuten in der Sonne verbringen. Das ist uns heutzutage oftmals nicht möglich. Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin, da es der Mensch durch die Sonneneinstrahlung selbst herstellen kann. Aufgrund seiner Eigenschaften wird es auch als Hormon eingestuft. Die wenigsten von uns nehmen Vitamin D (Calciferol) in ausreichender Menge auf und besonders ältere Personen oder Menschen mit dunklerer Haut bilden weniger Vitamin D durch die Sonneneinstrahlung. In den Wintermonaten ist es kaum möglich ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein.  Vitamin D kommt in Pilzen, fetten Fisch und Eigelb vor. Jedoch nicht in so hohen Mengen, dass man seinen Bedarf abdeckt. Daher ist es gerade in der sonnenärmeren Jahreszeit enorm wichtig Calciferol zu supplementieren. Die tägliche Zufuhrempfehlung für Erwachsene liegt bei 800 i.E. pro Tag.

Denn Vitamin D ist für den Knochenstoffwechsel äußerst wichtig. Es wird gebraucht damit der Körper Kalzium aufnehmen kann, fördert die Knochenbildung und die Zahnentwicklung, weiters hat es Einfluss auf die Muskelkraft. Das verringert gerade bei älteren Menschen das Risiko für Stürze. Bei groben Vitamin D Mangel kann es bei Kindern zu Rachitis (Knochenerweichung) und bei Erwachsenen zu Osteoporose (Knochenschwund) kommen. Vitamin D beeinflusst das Immunsystem und wird auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie Diabetes Mellitus in Zusammenhang gebracht.

Daher sollten wir gerade im Winter die sonnigen Tage für ausgiebige Spaziergänge nutzen, um zumindest ein bisschen Vitamin D zu tanken. Das tut unserer Gesundheit und unserer Psyche gut.

 

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