Moin, Moin Kapitän

Andreas Hamedinger Andreas Hamedinger, Tips Redaktion, 17.11.2016 09:20 Uhr

Hamburg, im Jahre 1401. Einer der berühmtesten Piraten Europas, Klaus Störtebeker, verliert unter dem Applaus der reichen Kaufleute seinen Kopf. Schließlich hat er ihnen mit seinen Raubzüge genug Gold und Silber gekostet. Sein Haupt wird als Warnung für andere Störenfriede aufgespießt…

Wer der Legende um den berüchtigten Seefahrer auf den Grund gehen möchte, der sollte bei einem Hamburg Urlaub, das „Dungeon„ (www.thedungeons.com/hamburg) nicht verpassen.. Neben Schmugglern, Piraten, Dieben und der Inquisition jagen Pestkranke, Brandstifter oder geisteskranke Mörder den Besuchern auf unterhaltsame Art Schrecken ein.

 

Wer weniger Wert auf Gänsehautfeeling verspürt und auf das Vergnügen, Störtebeker mit dem Gruß „Moin, Moin Kapitän gegenüberzutreten, verzichten kann, dem bietet die zweit größten Stadt Deutschlands einige Alternativen. Besonders mit Kindern – oder Junggebliebenen – wird einem nicht langweilig. Etwa wenn man nach einer amüsanten Einführung in die Welt der Schokolade Hand anlegt und im Chocoversum (www.chocoversum.de) seine eigene Tafel süßen Glück herstellt. Oder wenn man staunend durch Miniaturwunderland (www.miniatur-wunderland.de) wandert. Die größte Modelleisenbahn der Welt in der Speicherstadt ist mehr als eine Ansammlung unzähliger Spielzeugeisenbahnen. Hier wandert man durch die Lichterstadt Las Vegas, kann das Matterhorn bewundern oder Flugzeuge beim Starten und Landen beobachten. Apropos Speicherstadt – diese lernt man idealerweise bei einer einstündigen Hafenrundfahrt kennen. Einmal an einem Containerschiff oder einer Fregatte der deutschen Marina vorbeischippern, ist ein Erlebnis, das man sein Leben lang wohl nicht vergisst

 

Genügend Zeit sollte man mitbringen, wenn man sich für einen Besuch des Tierparks Hagenbeck inklusive des Tropenhauses entscheidet (www.hagenbeck.de). In vier bis fünf Stunden spaziert man durch großzügig angelegte Lebensräume und beobachtet dabei Orang Utans bei ihrer Futtersuche, sieht Walrössern beim Tauchen zu oder geht auf Tuchfühlung mit Fledermäusen, die zielgenau Orangen und andere Früchte ansteuern. Eine Besonderheit des Tierparks sollte man sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen: Gegen eine freiwillige Spende darf man Elefanten füttern. Die geschickten Dickhäuter lassen selbst ein kleines Radieschen mit Hilfe ihres Rüssels sanft in ihrem Mund verschwinden und versetzten so selbst erfahrene Zoobesucher in Verzückung.

 

Und als Erwachsener? Selbstverständlich kann man seine Euro in der sündigen Meile der Reeperbahn unter die Damen und Herren der horizontalen Gewerbes bringen. Wer nicht auf schmuddelige Umgebung und zweifelhafte Dienste Wert legt, der sollte lieber den Fischmarkt besuchen. Jeden Sonntag werden fast noch zur Schlafenszeit hier Aale, Lachse, tropische Früchte oder Süßigkeiten auf einzigartige Art an den Mann gebracht. Und wer möchte schon um 6 Uhr auf ein Mettbrötchen mit Zwiebel oder einen Matjes verzichten?

 

Insidertipp: Das grüne Herz von Hamburg, Planten u Blomen, bietet bei freiem Eintritt eine Tropenhaus sowie verschiedene Themengärten (http://plantenunblomen.hamburg.de/)

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