Sakrale Bauten profan genutzt? Impulsvorträge, Diskussion

Sakrale Bauten profan genutzt? Impulsvorträge, Diskussion
Fotocredit: Ehemalige Synagoge St. Pölten – © Land Niederösterreich
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Event Info:
  • 21. Sep 2020
  • 17:00
  • Krems-Donau, 3100 St. Pölten,

 
Mo, 21.09.202017:00 – 19:00 Uhr
Klöster, Kirchen, Kapellen und Pfarrhäuser sind kennzeichnende Bauten in unseren Orten, in unserer Landschaft. Welche Bedeutung haben diese Räume heute, da die Säkularisierung der Gesellschaft voranschreitet? Viele Sakralbauten dienen nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck und bleiben ungenutzt. Es stellt sich die Frage, welche zukunftsweisenden Strategien neues Leben in leere Religionsräume bringen können. Der steigende Leerstand von Kirchen ist ein gesamteuropäisches Phänomen; besonders ausgeprägt in England oder in den Niederlanden, wo durchschnittlich zwei Kirchen pro Woche schließen. Sakralbauten werden hier zum Feld der Immobilienverwertung – beherbergen nun Wohnungen, Fitnesscenter, Bankfilialen. Auf der anderen Seite liegen allein in Neapel (Italien) 75 Kirchen brach und sind dem Verfall preisgegeben. https://orte-noe.at/programm/sakrale-bauten-profan-genutzt-2020   Ehemalige Synagoge St. Pölten,  Dr.-Karl-Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Es gibt jedoch auch Bestrebungen und Initiativen den Sakralbestand angemessen nachzunutzen: In Köln wurde die ehemalige Lutherkirche zur Kulturkirche Köln. Die evangelische Jacobi-Kirche im historischen Stadtkern von Lippstadt dient als Gotteshaus ebenso wie als Veranstaltungszentrum für Konzerte, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen. Im französischen Bordeaux beheimatet die (bereits seit der französischen Revolution profanisierte) Église Saint-Simeon das „Utopia“, ein überaus beliebtes Programmkino und Begegnungszentrum. In der ehemaligen Dominikanerkirche in Maastricht wurde eine Buchhandlung eingerichtet. Auch in Niederösterreich gibt es mit der (ebenfalls bereits seit 1790 säkularisierten) Minoritenkirche Stein ein gelungenes Beispiel von Neunutzung.