DS3 Crossback E-Tense: Strom mit Stil

Motor | fahrfreude.cc Motor | fahrfreude.cc, Tips Redaktion, 01.06.2021 12:55 Uhr

Bekannt ist, dass der DS3 Crossback ein ganz besonderes City-SUV ist. Als elektrifizierter E-Tense wird die Besonderheit um eine Facette reicher. Es mag ja sein, dass Design nicht alles ist. Bei DS ist es zumindest sehr viel, im Sinne eines selbstbewussten Auftretens. Das klappt auch beim kleinen DS3 E-Tense schon ganz hervorragend. Er ist in seiner Gesamtheit sogar für ein Elektroauto recht extravagant. Würde es ihn nicht auch mit fossilen Antrieben geben, würden wir sagen, die Marke DS hat sich bei der E-Mobilität für einen gezielt reizvollen Weg entschieden. 

Das gilt aber für alles, was DS macht, wie zuletzt recht eindrucksvoll beim DS9 bewiesen. So bleibt auch beim E-Tense das Design das große Thema. Sein Styling ist ein erfrischender Hingucker und straft alle jene Lügen, welche SUV´s pauschal als langweilig abtun. Dabei hat der DS3 an allen Ecken und Enden seine Momente, wie wohl die Front doch am Meisten Eindruck hinterlässt, dicht gefolgt von der aerodynamisch gezeichneten Silhouette. 

Das sanft abfallende Dach lässt auf etwas reduzierte Platzwahl schließen. Tatsächlich ist der Franzose mit vier Erwachsenen mehr oder weniger ausgebucht, die haben es dafür wirklich fein. Das mag auch mit dem einzigartigen Interieur zu tun haben. Hier ist nichts, wie man es von anderen Modellen kennt. Weißes Leder in Rautensteppung zieht sich durch das gesamte Interieur, an den richtigen Stellen mit viel Chrom aufgewertet. Die Erfassung der einzelnen Bedieneinheiten im ungewöhnlichen Rautenmuster ist rasch verinnerlicht, für die wichtigsten Features wie Klima und Infotainment gibt es eigene Tasten. 

Wie sehr einen das alles beschäftigt zeigt, dass wir erst jetzt zum Antrieb kommen. An sich ist das gerade bei einem E-Auto das beherrschende Thema. Das tut dem DS3 sicher ein wenig weh, weil mit Charme ist hier kein Topf zu gewinnen. Neben Zahlen und Werte zählen hier nur Zahlen und Werte. Soll sein. Im E-Tense liefert ein 50 kWh großer Akku Energie für laut Norm 320 Kilometer. Für den Alltag geben wir als realistisch rund 270 Kilometer an, je nachdem wie viel wie oft 136 PS und 260 Newtonmeter abgerufen werden. 

In jedem Bereich abseits der Autobahn geht der Crossback aber sehr sorgsam mit den Ressourcen um, Rekuperation inklusive. Unabhängig davon ist er ein sehr fahraktives City-SUV, der tiefe Schwerpunkt zeigt hier eindeutig seine Vorteile. So nebenbei bemerkt man auch die fast vollständige Abwesenheit störender Nebengeräusche. Nicht zuletzt bei den lautlosen Stromern eindeutiges Indiz, dass hier jemand sein Premiumversprechen hält.

Beim Laden zeigt sich der DS3 auf der Höhe der Zeit, Gleichstromladungen bis 100 kWh füllen einen leeren Akku in 30 Minuten mit 80% Leistung. Die Geldbörse wird dabei leider nicht aufgeladen. Mit der soliden „So Chic“-Ausstattung beläuft sich der DS3 Crossback E-Tense auf EUR 39.440,00, stimmige Features wie Leder, Head-up Display oder LED-Scheinwerfer stehen dann noch in der Extraliste. So wie es sich im Premiumbereich eben gehört.

 

 

Echt lässig: Versenkbare Türgriffe als Beispiel für Liebe zum Detail.

Echt stressig: Elektrische Fensterheber in der Mittelkonsole  

Echt fett: Die aufsehenerregende Front.  

Echt jetzt: Der Mut zur Raute.  

 

 

Daten DS3 Crossback E-Tense „So chic“

Motor: 50 kWh Lithium-Ionen-Batterie

Leistung: 136 PS

Max. Drehmoment: 260 Nm

Reichweite: ca. 270 km

Vmax: 150 km/h

0 auf 100 km/h: 9,1 Sek  

Preis ab EUR 39.440,00

 

Mehr dazu auf Motorblog fahrfreude.cc

 

 

Kommentar verfassen

Suzuki Swace: Vernunft ist eine Tugend

Der emotionale Zugang zum Thema Auto ist nicht jedermanns Sache. Wer es gern rational angeht, könnte sich am Ende in einem Suzuki Swace Hybrid wiederfinden.  Wer sich an dieser Stelle fragt, ...

Mazda MX-5: Kein bisschen weise

Mazda feiert seinen 100.Geburtstag und hat auch den MX-5 zur Feier eingeladen. Was bei ihm an einen 100-jährigen erinnert? Genau. Nichts. Die Jubiläumsedition „100 Years“ zieht sich ...

VW Arteon SB: Und dann kam er

Wir wähnten uns bereits in einer Welt unter der Diktion der SUV´s, ökologisiert mit Akkus in allen Größen. Doch dann war da der VW Arteon Shooting Brake. Der Shooting Brake ...

Mazda MX-30: Urban Challenge 2021

Um das Sparpotential des MX-30 unter Beweis zu stellen rief Mazda zur Urban Challenge nach Wien. Doch wir wollten mehr als nur Strom sparen. Worum ging es konkret? Der Mazda MX-30 ist eines der schönsten ...

Ford Mustang Mach-E: Das Elektroauto 2021?

Spontan mag der Name für das erste E-Auto von Ford etwas überzeichnet wirken. Tut es nicht, wie wir auf ersten Testfahrten feststellen durften.Ford hat nach Wien eingeladen, Snacks, Pressekonferenz ...

Ford Puma ST: Gelegenheit macht Fliege

Passender fahrbarer Untersatz vorausgesetzt, kann der ganze Tag eine einzige Gelegenheit sein. Der Ford Puma ST ist so einer. Die Kölner haben mittlerweile so einige emotional besetzte Modelle ...

Opel Corsa-e: Kein Fehler im System

Auch wenn Elektroautos immer besser werden, die Meisten haben doch ihre Schwachstellen. Nicht so der Opel Corsa-e, er ist schlüssig bis ins letzte Detail. Ursprünglich hatte die E-Mobilität ...

Seat Tarraco eHybrid: Der Bio-Tarraco

Nicht alles, was sich „Bio“ auf die Fahnen heftet, ist tatsächlich Bio. Beim Seat Tarraco eHybrid darf man selber darüber entscheiden.Ist ja auch einmal ganz angenehm. Sich keine Gedanken ...