Musikgruppe Naschmarkt birngt eine CD heraus. Ein Interview

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Norbert St. Mottas Norbert St. Mottas, Tips Redaktion, 12.12.2016 15:12 Uhr

NEUHOFEN/YBBS. Eine CD mit 18 wunderbaren Weltmusikstücken hat die Gruppe „Naschmarkt“ herausgebracht und stellt diese im Gwölb zu Feldpichl vor. Tips-Redakteur Norbert Mottas bat die drei Mostviertler Bandmitglieder Irene Narnhofer, Erni Ströbitzer und Horst Lackinger zum Interview.

NEUHOFEN/YBBS. Die Gruppe „Naschmarkt“ hat eine CD mit 18 wunderbaren Weltmusikstücken herausgebracht und stellt diese im Gwölb zu Feldpichl vor. Tips-Redakteur Norbert Mottas bat die drei Mostviertler Bandmitglieder Irene Narnhofer, Erni Ströbitzer und Horst Lackinger zum Interview.

Tips: Ihr habt mit viel Herzblut und Aufwand eine CD produziert, die sehr gut geglückt ist. Welchen Stellenwert haben für euch CDs im Umfeld von Online-Musikdiensten?

Irene: Für mich persönlich ist es einfach schön zu wissen, dass wir nun unseren Fans nach einem Konzert eine CD mitgeben können. Ich selber kaufe wirklich gerne CDs direkt nach einem Konzert.

Horst: Am liebsten ist es uns, wenn uns die Leute live hören. Auch aus diesem Grund wollten wir lang gar keine CD machen. Als die Nachfrage dann immer größer wurde, haben wir uns doch dazu entschlossen.

Erni: Bis jetzt habe ich noch keine Online-Musikdienste in Anspruch genommen. Am liebsten höre ich CDs beim Autofahren oder Schallplatten über eine qualitativ hochwertige Anlage. Live Musik ist aber durch nichts ersetzbar.

 

Tips: Ihr nascht ja wirklich an vielen Musikkulturen. Wie schafft ihr das, dass trotzdem alle Musikstücke so klingen, als wären sie euch auf den Leib komponiert?

Horst: Weil wir die Lieder zu „unseren“ machen! Der erste Schritt liegt bereits darin, ein Lied mit unserem Instrumentarium umzusetzen. Allein dadurch verändert sich schon der Klang. Und nachdem jeder von uns seinen Senf dazugegeben hat ist er da, der Naschmarkt-Sound.

Irene: Wir haben wohl mittlerweile schon so eine Art „Naschmarkt Sound“, nach dem wir beim Arrangieren immer wieder – auch unbewusst – suchen. Singen ist uns beispielsweise sehr wichtig, aber auch die wechselnde Aufteilung der Melodie und Begleitung auf möglichst alle Ensemble-Mitglieder. Da ergibt es sich schon so, dass es so klingt als wäre es für uns komponiert.

 

Tips: Wie wählt ihr Musikstücke aus, die ihr ins Repertoire aufnehmt?

Irene: Das passiert eher nach dem Zufallsprinzip. Sobald jemand ein Stück ins Herz geschlossen hat, stellt er es der Band vor und dann wird entschieden, ob es auch gut zu uns passt. Wir probieren dann meist gleich mal aus, wie wir die neue Nummer für uns und unser Publikum interessant gestalten könnten.

 

Tips: Ihr habt sogar zwei Stücke von Roland Neuwirth auf der CD. Wie steht ihr zum neuen Wienerlied?

Horst: Ich liebe das (neue) Wienerlied. Diese Musik wollte ich auch schon immer machen und es freut mich, dass ich mit Naschmarkt nun endlich die Möglichkeit dazu habe. Erni an der Gitarre und Alessandro am Kontrabass ergeben gemeinsam eine der schönsten Kontragitarren, die ich mir vorstellen kann und mit Eli und Irene an den Geigen ist der Schrammelklang perfekt. Auf diesen Instrumentalteppich darf ich mich mit meiner Stimme legen und mich in der Emotion verlieren. Und dann freu ich mich wenn sich eine zweite Stimme von Irene zu mir gesellt.

Irene: Neues Wienerlied ist super. In Wien gibt es viele neue, junge Gruppen – es wird grad ganz viel neues Wienerlied komponiert. Da wir lieber arrangieren als komponieren haben wir uns auf ein paar Neuwirth Lieder gestürzt, die bei den Live Konzerten immer sehr gut ankommen und uns selber auch sehr viel Freude bereiten.

Erni: Viele der Stücke und Lieder, die in Wien entstanden oder hierher gekommen sind, gefallen mir. Viel wichtiger erscheinen mir jedoch Interpretation und Interpreten – sie entscheiden, ob mich die Musik berührt.

 

Tips: Auf der CD sind 18 Titel, die sich – trotz unterschiedlicher Stilrichtungen – sehr harmonisch aneinander fügen. Habt ihr lange an der Reihenfolge getüfftelt?

Horst: Da wir ja generell sehr spät dran sind – so leider auch mit der CD-Produktion – haben wir uns gedacht, wir sollten ein gemeinsames Abendessen gleich nutzen und die Reihenfolge der Lieder fixieren. Der Kellner brachte uns Stift und Papier und wir schrieben die Reihenfolge der Lieder – ohne sie nochmal durchgehört zu haben – nieder. Dann kam der Tag, an dem wir den Cover-Druck freigeben mussten. Mit einem etwas mulmigen Gefühl, ob die Lieder auch zueinander passen würden horchte ich sie mir nun das erste Mal in dieser Reihenfolge an und siehe da: keine einzige Änderung war notwendig.

Irene: Die Reihung der Titel wurde während des Verdrückens eines Kebabs in einem türkischen Beisl gleich neben dem Tonstudio innerhalb von zehn Minuten beschlossen.

 

Tips: Wie auch bei euren akustischen Konzerten habt ihr auf der CD einen sehr kompakten Klang, bei dem alle Instrumente gleichwertig zur Geltung kommen. Wie schafft ihr das?

Irene: Das liegt wohl wieder an unserer Art des Arrangierens, wobei man hier aber auch unserem tollen Tonmeister und lieben Freund Walther Soyka die Lorbeeren aufsetzen muss, immerhin hat er es geschafft, diesen von uns so gewünschten Klang zu perfektionieren.

Sonntag, 18. Dezember, 17 Uhr

Gwölb zu Feldpichl, Neuhofen/Ybbs

Eintritt frei

CD: € 15,– (plus Versandkosten)erhätlich bei allen Naschmarkt-Mitgliedern

und bei

www.nonfoodfactory.at

Infos: www.naschmarkt-musik.at

 

 

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