Kätzchen bei Müllcontainern in Ranshofen ausgesetzt

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Sabrina Reiter Sabrina Reiter, Tips Redaktion, 16.12.2019 07:47 Uhr

BRAUNAU-RANSHOFEN. Am Abend des Donnerstag, 12. Dezember, hörte eine Frau beim Gassigehen in Ranshofen verzweifelte Schreie und fand bei den Müllcontainern in der Scheuhubstraße drei junge Kätzchen, die offensichtlich dort ausgesetzt wurden. Der Tierschutzhof der Pfotenhilfe Lochen nahm die drei nun auf und bittet um Hinweise zu den Besitzern.

Sie waren sehr ängstlich und haben gekratzt und gebissen, weshalb die Finderin erst Handschuhe holen musste, um sie einfangen zu können. Der Tierschutzhof Pfotenhilfe hat die Findlinge aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung, falls jemand etwas beobachtet hat oder die Katzenkinder erkennt und weiß, wem sie gehören - auch anonym. Das Aussetzen von Tieren ist strafbar (bis zu zwei Jahre Haft), zudem hat in diesem Fall jemand gegen die Kastrationspflicht verstoßen, sonst gäbe es diese Katzenkinder gar nicht. Die Pfotenhilfe erstattet daher Anzeigen wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch bei der Staatsanwaltschaft Ried und wegen Verstoßes gegen die Kastrationspflicht nach dem Tierschutzgesetz bei der Bezirkshauptmannschaft Braunau.

Schockiert über Kaltherzigkeit 

„Ich verstehe einfach nicht, wie Menschen so eiskalt sein und bei diesen Temperaturen Tierkinder aussetzen können, die völlig hilflos sind und auch noch zu klein, um sich selbst ihr Futter zu fangen“, ärgert sich Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler über die Kaltherzigkeit der Menschen. „Warum rufen uns die Leute nicht an, bevor es zu spät ist? Und wo ist die Katzenmutter, die, wenn sie nicht kastriert wird, im Frühjahr die nächsten drei bis acht Babys auf die Welt bringt und die Probleme immer größer werden?“ 

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