„Die gute Innviertler Küche zieht mich wieder zurück in die Heimat“

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Sabrina Antlinger Tips Redaktion Sabrina Antlinger, 04.04.2022 22:38 Uhr

DÜSSELDORF/KIRCHBERG. Eine Delegation unter Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) besuchte das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen. Neben dem Start der Tournee des Bruckner Orchesters in der Düsseldorfer Tonhalle stand ein Treffen mit erfolgreichen Auslands-Oberösterreichern auf dem Programm; darunter Michael Reinartz, der bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr in Kirchberg bei Mattighofen lebte.

Heute, 30 Jahre später, wohnt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in einem Vorort von Düsseldorf und ist Innovationschef bei der deutschen Mobilfunkgesellschaft Vodafone. Michael Reinartz wuchs in einem fast 400 Jahre alten Bauernhaus in Kirchberg auf, er verbrachte seine gesamte Kindheit im Innviertel. Bevor er mit elf Jahren nach Salzburg in ein Gymnasium wechselte, besuchte er den Kindergarten und die Volksschule in Jeging und die Hauptschule in Munderfing. In Salzburg war Reinartz in einem Internat, weshalb seine Familie kurze Zeit später auch nach Salzburg umzog. Nach seinem erfolgreichen Abschluss am Gymnasium studierte der 43-Jährige „Betriebswirtschaft und Informationsmanagement“ an der Fachhochschule Salzburg.

Berufliche Karriere

Noch während seines Studiums ist Reinartz im Rahmen eines Praktikums zum österreichischen Kommunikationsanbieter A1 gekommen, wo er sich anfangs mit Klingeltönen, Wallpapers (Bildschirmhintergrund), Handy-Spielen und allem aus der Zeit, in der es noch keine Smartphones gab, beschäftigte. Von 2006 bis 2007 war der 43-Jährige in Belgrad, der Hauptstadt von Serbien, und kümmerte sich dort um die mobilen Datendienste, während A1 die dritte Mobilfunklizenz ersteigerte. Danach war er bis 2009 für eine Kooperation mit Red Bull verantwortlich. In Zusammenarbeit mit seinen Kollegen von Red Bull hob Reinartz als Projektleiter „Red Bull Mobile“ aus der Taufe und launchte den Anbieter am österreichischen Mobilfunkmarkt. Von 2009 bis Ende 2015 hat der gebürtige Kirchberger den gesamten Endgerätebereich bei der Telekom Austria-Gruppe verantwortet, er war für alle acht Länder, in denen die Gruppe aktiv ist, für die Auswahl und auch den Einkauf von Smartphones, Tablets oder auch normalen Handys zuständig. Seit Februar 2016 ist Reinartz nun bei Vodafone Deutschland als Innovationschef im Bereich Innovation und Consumer Services tätig.

Karrierepläne als Kind

Als Kind hegte Reinartz den Traum, Bankdirektor zu werden. Er machte im Laufe seiner Karriere auch ein Bankpraktikum in einer österreichischen Bank in Singapur. Fast gezwungenermaßen musste er aber damals sein Praktikum abbrechen, weil vor allem im asiatischen Raum die Vogelgrippe zu wüten begann. Im Nachhinein bezeichnet der heutige Innovationschef das als die beste Entscheidung seiner beruflichen Laufbahn. Er wusste auch schon früh, dass er nie den Beruf seines Vaters machen möchte. „Mein Vater hat damals den „Gault Millau“ Restaurantführer gegründet, ich habe ihn dann als ersten weltweit ins Internet gebracht. Ich wusste aber schon immer, das was mein Papa gemacht hat, werde ich nie machen.“

Spaß am Job

Auf die Frage, warum er seinen heutigen Job ausübt und was ihm dabei Spaß bereitet, antwortete Reinartz: „Die Vielfältigkeit und neuen Herausforderungen. Bei Innovationsthemen findet immer eine schnelle Taktung statt, am Nachmittag kann schon wieder was ganz anderes behandelt werden als noch vor wenigen Stunden. In meinem Job beschäftige ich mich mit super spannenden und sich schnell und intensiv ändernden Themen, das reizt mich besonders. Vor allem die Frage, wie man neue Technologien kreiert, sodass man einen Mehrwert sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen erhält, ist das, was mich treibt.“

Bezug zur Heimat

„Ja, der Bezug zu Kirchberg ist definitiv da, ich habe auch immer noch regelmäßigen Kontakt zu der jüngeren Generation unserer damaligen Nachbarn. In dem kleinen Unterort von Kirchberg standen nur unsere zwei Bauernhäuser“, sagt Reinartz. Er kommt auch regelmäßig, ungefähr alle acht Wochen, ins Umland von Salzburg zurück, weil er Beiratsvorsitzender eines kleinen Unternehmens für Fernbedienungen ist.

Zurück in die Heimat

Reinartz betonte: „Ja, wir denken sogar ganz laut darüber nach, wieder zurück in die Heimat zu kommen.“ Denn in Zeiten, wo das Arbeiten von überall aus möglich ist, möchten er und seine Familie gerne wieder in die ländliche Idylle des Innviertels zurückkehren. Einen der Hauptgründe spielt dabei auch die Innviertler Kulinarik, wie der Familienvater auf die Frage, ob es ihn wieder zurück in die Heimat ziehe, antwortete: „Die Gegend hier im Vorort von Düsseldorf ist zwar auch ländlich und wirklich schön, aber die Berge, Hügel und vor allem das gute Essen fehlt uns wirklich sehr. Die gute Innviertler Küche zieht mich wieder zurück in die Heimat.“ Hinzu fügte er, dass er bei seinem Metzger in Düsseldorf bereits einen Schweinsbraten für den Ostersonntag bestellt habe, damit seine Frau mal wieder ein echtes „Innviertler Bradl“ zubereiten kann.

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