Gelungener Auftakt: „Tick, Tick ... Boom“ begeisterte

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Katharina Mader, Leserartikel, 11.03.2014 14:00 Uhr

Das Theater Sellawie feierte vergangene Woche die österreichische Premiere des Off-Broadway-Erfolges „Tick, Tick ... Boom“. Neben zahlreichen Besuchern aus der Umgebung ließ sich auch hochkarätiger Besuch auf der Premierenfeier blicken.

Gut besucht war die Vorstellung zur Premiere von „Tick, Tick ... Boom“ im Theaterkeller des Schlosses Ennsegg. Politiker wie Bundesrat Gottfried Kneifel (ÖVP) sowie die beiden Ennser Vizebürgermeister Klaus Kamptner (SPÖ) und Harald Weingartner (ÖVP) wohnten der österreichischen Uraufführung bei. Selbst Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) ließ es sich nicht nehmen der Vorstellung einen Besuch abzustatten. All der hochkarätige Besuch verblasste allerdings zu Beginn der Vorstellung. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen nach Abdunkeln des Saals demnach nicht mehr die Gäste, sondern die drei Schauspieler Glenna Weber, Marcel-Philip Kraml und Rafael Albert. Mit einem Schmäh („Wir schenken Ihnen die Zeit, die Sie nicht haben“) konnten sie noch vor Betreten der Bühne die Aufmerksamkeit und die Gunst der Zuschauer für sich verbuchen. Als die Schauspieler anschließend die Bühne betraten, war es ganz ums Publikum geschehen. Mit viel Herz verzauberten sie die Besucher gleich zu Anfang und nahmen sie auf eine Zeitreise ins New York der 1990er mit. Zum Stück Der Musical-Komponist Jon steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Sein größter Wunsch ist die Produktion eines Musical-Hits. Mit 29 Jahren macht er sich bereits Sorgen ums Älterwerden. Er will auf keinen Fall „erwachsen werden“, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Im Laufe des Stücks wird Jon in Bezug auf seinen Traum zwar öfters auf die Probe gestellt, allerdings gibt er in diesem Punkt nicht auf und hält bis zum Schluss hartnäckig an seinem Traum fest. Am Ende des Stücks erreicht der „Junge“ von 29 Jahren sein Ziel. Allerdings mit einem bitteren Beigeschmack. Den „Weltkrieg“, den er sich zu Anfang gewünscht hat, um endlich erwachsen und vernünftig zu werden, bekam er nämlich in gewisser Hinsicht. Ob dies Glück oder Unglück für ihn bedeutet, ist dem Zuschauer selbst überlassen. „Tick, Tick ... Boom“ ist ein bewegendes, tiefsinniges Drama, das auch in seiner deutschen Fassung glänzt. Fazit Auch wenn das Stück selbst stellenweise unrealistisch und kitschig wirkt, bleibt die schauspielerische Leistung der drei Akteure konstant glaubhaft. Vor allem die Rolle des träumenden Protagonisten Jon konnte das Zuschauerherz erobern. Mit seiner Unwissenheit in Bezug auf die damals modernen Errungenschaften zauberte er jedem ein Lächeln auf die Lippen. Ebenso schaffte es Sebastian Brummer mit seiner deutschen Fassung Sympathiepunkte zu gewinnen. Das Kellergewölbe im Theater Sellawie untermalte die Handlung des Stücks und begeisterte mit seinem Charme. Obwohl man von anderen umringt war, schafften es der Ort, die Darbietung der Schauspieler und das clevere Bühnenbild den Zuschauer zu fesseln. „Nach sechs Wochen Probe ist mir jetzt eine große Last von den Schultern gefallen. Vor allem bin ich froh darüber, dass die Produktion gut angenommen wurde und eine solch positive Reaktion vom Publikum gekommen ist“, freut sich Hauptdarsteller und Produktionsleiter Marcel-Philip Kraml strahlend über den gelungenen Premierenabend.

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