Prämierte Diplomarbeiten der HLBLA St. Florian

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Julia Karner Julia Karner, Tips Redaktion, 16.07.2020 09:37 Uhr

ST. FLORIAN. Alle Schüler der Abschlussklassen an der HLBLA St. Florian absolvierten einen Teil ihrer Reife- und Diplomprüfung durch das Verfassen einer umfassenden schriftlichen Arbeit. Auf diese Art konnten sie erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Die Präsentationen und Diskussionen fanden aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt, jedoch wurden auch in diesem Jahr wieder die besten Arbeiten prämiert.

Die Diplomarbeit ist eine in der Regel von Schülerteams durchgeführte, in sich geschlossene, außerhalb des Unterrichts im gesamten fünften Schuljahr erstellte Arbeit. Die Themenstellungen weisen einen land- und forstwirtschaftlichen oder diesem Berufsfeld verwandten Charakter auf und sind originell, aktuell und in vielen Fällen äußerst innovativ. Die Durchführung erfolgt häufig in Kooperation mit namhaften außerschulischen Partnern. Im Zuge der Präsentation findet auch eine Diskussion der Ergebnisse mit den Betreuungslehrern statt. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Veranstaltung, deren Ergebnis in der Beurteilung der Diplomarbeit Berücksichtigung findet. Gesundheit geht vor, deshalb wurden aufgrund der noch immer anhaltenden Corona-Pandemie die Präsentationen und Diskussionen der Diplomarbeiten ausgesetzt.

Besten Arbeiten wurden präsentiert

Die am besten bewerteten Arbeiten der HLBLA St. Florian wurden anschließend einer Jury präsentiert und erhielten Preise, die vom Elternverein und Absolventenverband mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer für OÖ, dem OÖ Biomasseverband, der Raiffeisen-Landesbank, der RWA Raiffeisen Ware Austria AG, der Berglandmilch, der SaatbauLinz, des Maschinenrings OÖ und der Österreichischen Hagelversicherung gestiftet wurden. Zu diesem Zweck erstellten die ausgewählten Teams individuelle Videos, in welchen sie ihre Arbeiten präsentierten. Die Videos werden im kommenden Schuljahr 2020/21 auf die neue Website der HLBLA St. Florian gestellt.

Prämierte Diplomarbeiten

  1. Im Hof des Augustinerchorherrenstiftes St. Florian wurden die insgesamt fünf besten Arbeiten schließlich prämiert. Noah Rührlinger und Johannes Zittmayr erhielten für ihre Diplomarbeit mit dem Pilotprojekt „Borkenkäfer Früherkennung“ den ersten Preis.
  2. Platz 2 erreichten Clemens Berger und Martin Hartl, die sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Vergleich unterschiedlicher Anbauvarianten bei der Essiggurkenerzeugung beschäftigten.
  3. Thomas Graser und Andreas Reitsberger erhielten für ihre Diplomarbeit den dritten Platz. Sie beschäftigten sich mit der Auswirkung von Hagelschaden bei Zuckerrüben auf den Zuckergehalt und den Ertrag und untersuchten hierfür verschiedene Pflanzenstärkungs- und Düngemittel.
  4. Den vierten Platz belegte Lukas Brunner. Er verglich in seiner Diplomarbeit verschiedene Fütterungskonzepte zur Vermeidung des absetzbedingten Wachstumsknickes in der Ferkelaufzucht.
  5. Der fünfte Platz der prämierten Diplomarbeiten ging an Reinhard Leutgöb, der den Einsatz von Smartphone-Apps zur Bewertung des Body-Condition-Scores bei Rindern und Schweinen untersuchte.

Insgesamt kamen 17 Kandidatinnen und Kandidaten, allesamt mit „Sehr gut“ beurteilt, in die engere Wahl. Diese weiteren Teams erhielten zwar kein Preisgeld, dennoch können sich die Arbeiten und das investierte Engagement sowie die tolle Leistung sehen lassen:

  • Platz 6 (Anita Postlmayr, Eva Ganser): Auswirkungen des Einsatzes von „Fermentiertem Kräuterextrakt“ (FKE) auf verschiedene Gesundheits- und Leistungsparameter von Milchkühen
  • Platz 7 (Anna Mayr, Christoph Winkler): Untersuchung des Einflusses der Inokulation und des Reihenabstandes auf die Ertragsbildung bei Sojabohnen
  • Platz 8 (Michael Lehner, Fabian Poinstingl, Stefan Zehetner): Vergleich der Ablagetiefe und des Feldaufganges von Soja mit drei verschiedenen Säsystemen bei zwei unter-schiedlichen Fahrgeschwindigkeiten
  • Platz 9 (Thomas Mittermayr, Robert Pumberger): Bröckelverluste beim Zetten des Heus in Abhängigkeit der Zapfwellendrehzahl

Die Originalarbeiten sind in der Schulbibliothek verfügbar beziehungsweise über die Autoren zu beziehen. „Lernen, Lehren, Forschen und Entwickeln und die Umsetzung von Projekten, das sind die Säulen unseres Bildungskonzeptes. So können wir die Neugier und den Forschergeist junger Menschen in Innovation ummünzen und letztendlich einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Absicherung des Wohlstands unserer Gesellschaft leisten“, so Direktor Hubert Fachberger.

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