Pilotprojekt in Tragwein schließt Lücke zwischen Betreubarem Wohnen und Altenheim

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Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 14.01.2020 14:24 Uhr

TRAGWEIN. Eine Alternative Wohnform soll in Tragwein errichtet werden – das hat der Sozialhilfeverband Freistadt im Dezember beschlossen. Das Pilotprojekt soll die Lücke zwischen Betreubarem Wohnen und Heimplatz füllen.

Es handelt sich dabei um eine Kombination von 14 Alternative Wohnform-Wohnungen und 24 klassischen Altenheimbetten. Der Betrieb soll im Heimverbund mit dem Haus für Senioren in Bad Zell erfolgen, Betreiber ist die Diakonie. Tragwein ist einer der fünf Pionier-Standorte für Alternative Wohnformen in Oberösterreich – neben Feldkirchen an der Donau, Taufkirchen, Lengau und Pasching.

„Ich freue mich sehr, dass Freistadt diese Chance ergriffen hat. Es gibt viele ältere Menschen, die trotz Mobiler Dienste nicht mehr alleine wohnen können. Alternative Wohnformen füllen die Lücke zwischen Betreubarem Wohnen und dem Heimplatz, es handelt sich um eine Art ,Pflege-Wohnen“„, sagt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Pflege- und Betreuungspaket

Das Konzept für Alternative Wohnformen sieht so aus, dass die Bewohner (Pflegestufe 1 bis 3), die aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben können, jedoch keine ständige Betreuung oder Pflege in einem Alten- oder Pflegeheim benötigen, einen regulären Mietvertrag haben und zusätzlich ein Pflege- und Betreuungspaket zur Verfügung gestellt bekommen, abhängig von der Höhe ihrer Pflegegeldstufe.

Das Land OÖ übernimmt hierbei die Kosten. Durch diese Förderung wird das individuelle Leistungsangebot - von mobilen Diensten, Hauskrankenpflege und Haushalttservice über Gemeinschaftsaktivitäten, Demenzprophylaxe bis zu Tagesbetreuung und Essen auf Rädern ermöglicht. Gleichzeitig bleibt den Bewohnern durch diesen Modell deutlich mehr verfügbares Einkommen zur Verfügung, als es bisher in einem Alten- oder Pflegeheim der Fall ist.

Heimaufenthalt kann deutlich verzögert werden

“Das hat für alle Vorteile: Die Menschen können länger in einer eigenen Wohnung leben, werden trotzdem umfassend betreut und der Heimaufenthalt (ab Pflegestufe 4, Anm.) kann deutlich verzögert werden„, sagt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Errichtet werden soll das AWF-Gebäude direkt im Ortszentrum von Tragwein, am Areal des ehemaligen Sportplatzes, wie Bürgermeister Josef Naderer zu berichten weiß. Wann mit dem Bau konkret begonnen wird, steht noch nicht fest.

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