Aus alter Tischlerei wurde Gästehaus

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 07.07.2020 12:12 Uhr

ST. LEONHARD. Ein innovatives Tourismusprojekt wurde in der Gemeinde St. Leonhard umgesetzt. Eine alte Tischlerei wurde zu einem Gästehaus umgebaut. 

Wie leerstehende Gebäude sinnvoll nachgenutzt werden können, zeigt das neu eröffnete Gästebaus Weitblick in der Gemeinde. Nomen ist in diesem Fall tatsächlich Omen, denn mit einem innovativen und nachhaltigen Beherbergungskonzept haben die Betreiber – zwei Familien aus der Region – Weitblick bewiesen. „Wir wollten ein Impulsprojekt schaffen, das auf die touristischen Stärken der Region aufbaut und zur Entwicklung unseres Ortes beiträgt“, erklärt Rainer Scheuchenpflug, der gemeinsam mit seiner Frau und der Familie Karlinger-Luftensteiner als Investor fungiert und das neue Gästehaus auch betreibt.

Das Gästehaus wurde im Juni eröffnet und bietet Nächtigung mit regionalem Frühstück,  sechs Zimmer mit insgesamt 16 Betten, digitales Buchungssystem, Radverleih mit Werkstatt, geführte Radtouren durchs Mühlviertel, direkte Lage am Johannesweg, an der M10 Mountainbike-Strecke und an der Rennradroute Tour de Alm Road. 

Tradition trifft Moderne

Anstatt neu zu bauen, haben die Betreiber auf die Nachnutzung einer leerstehenden Immobilie gesetzt und eine alte Tischlerei am Ortseingang von St. Leonhard erworben, um dort das neue Gästehaus entstehen zu lassen. „Uns war wichtig, von Beginn an auf regionale Kooperationen zu setzen. Deshalb haben wir bereits beim Umbau vorwiegend mit Handwerkern und Firmen aus der Umgebung zusammengearbeitet. Das Frühstück für unsere Gäste liefert unser örtliches Kaffeehaus Leonhardis, unsere modernen, digital gesteuerten Zimmer sind mit Smart Home-Systemen der Firma Loxone aus Kollerschlag ausgestattet“, erklärt Geschäftsführer Martin Karlinger.

Land OÖ unterstützt

Insgesamt haben die beiden Eigentümer 300.000 Euro in die Entstehung des Gästehauses investiert. Unterstützung erhielten sie dabei von der oö. Standortagentur Business Upper Austria. Gemeinsam konnten Fragen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten geklärt werden. Das Projekt wird vom Land Oberösterreich gefördert. In einem weiteren Projekt wurde mit Leader-Mitteln eine regionale Direktvermarktung mit Partnern aus der Region und eine Getränkebar in das Gebäude integriert.

Ungenutzte Flächen wiederbeleben

Die alternative Nutzung von leerstehenden Gebäuden oder brachliegenden Flächen ist ein wichtiger Beitrag, um dem wachsenden Bodenverbrauch sinnvoll entgegenzuwirken. Eine Erhebung durch Business Upper Austria hat ergeben, dass in Oberösterreich 102 Areale im Gesamtausmaß von 68 Hektar brachliegen. Alle tatsächlich verfügbaren Flächen sind in einer eigenen Standortdatenbank (www.standortooe.at) erfasst und mit wenigen Klicks abrufbar.

Außerdem unterstützt die Standortagentur Unternehmen und Gemeinden bei der Revitalisierung von Brachen durch professionelle Beratung etwa über den richtigen Umgang mit Anrainern oder durch Vernetzung mit Experten. Am 13. Oktober 2020 ist beispielsweise eine ERFA-Runde zum Thema „Leerstands- und Brachflächenmanagement“ geplant.

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