8.500 Kinder sangen gegen das drohende Aus für Musikvolksschulen

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Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 05.12.2018 09:24 Uhr

GSCHWANDT. Seit rund 30 Jahren gibt es in der Volksschule Gschwandt den Schwerpunkt Musik – wie auch in 15 anderen Volksschulen Oberösterreichs. Nun sind die „Musikvolksschulen“ allerdings in Gefahr. Um darauf aufmerksam zu machen, stimmten am Aktionstag „Ganz Österreich singt“ österreichweit 8.500 Musikvolksschüler Adventlieder an.

Auch in der Musikvolksschule Gschwandt wurde an diesem Tag gesungen und musiziert. „Die Musikvolksschulen sind ein Erfolgsmodell“, ist Volksschuldirektorin Annemarie Hauer überzeugt.

Viele positive Effekte des gemeinsamen Singens und Musizierens

So unterstützt der zusätzliche Musikunterricht die soziale Entwicklung, Kinder mit anderer Muttersprache lernen durchs gemeinsame Singen schneller Deutsch, bei Auftritten wird das Selbstbewusstsein gestärkt. „Wir haben auch immer wieder Integrationskinder in den Klassen: Beim Singen können sie voll mittun. Das macht einen signifikanten Unterschied für die Integrationskinder, aber auch für die gesamte Klasse.“ Auch viele andere Erfolge ihrer Schule – vom Helfi bis zu Sportbewerben – werden durch die musikalische Arbeit begünstigt, ist Hauer überzeugt. 

Ungewisse Zukunft

Das alles ist nun in Gefahr: Trotz intensiver Bemühungen wurde der Schulversuch „Musikvolksschule“„ nie ins Regelschulwesen übernommen. “Da die aktuelle Politik jetzt alle Schulversuche eingestellt hat, wissen wir nicht, wie es weitergeht„, bringt es Hauer auf den Punkt. Zudem sei, durch Umstrukturierungen im Bereich der Pflichtschulinspektoren, auch “leider nicht klar, wer künftig zuständig ist.„ 

Hoffen auf Übernahme ins Regelschulwesen

Eine Überlegung ist, die zusätzlichen Musikstunden künftig in Form von unverbindlichen Übungen anzubieten – mit der Gefahr, dass “das Ganze in der Unverbindlichkeit sein Ende finden wird„, so Annemarie Hauer. Die Gschwandtner Volksschuldirektorin hofft nun weiterhin auf eine Übernahme ins Regelschulwesen – einen entsprechenden Kriterienkatalog gibt es bereits – zumindest aber auf die Absicherung der bestehenden Standorte.

 

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