Technischer Defekt könnte Großbrand im Weltkulturerbe ausgelöst haben

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Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 09.12.2019 10:21 Uhr

HALLSTATT. Nach dem großen Brand in der Weltkulturerbegemeinde Hallstatt liefen vergangene Woche die Ermittlungen rund um die Brandursache. 

Die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Brand im Hallstätter Ortszentrum sind noch im Gange. Ausgehend von einer seeseitig stehenden Hütte breiteten sich in der Nacht des 30. November Flammen aus und sprangen auf Häuser im Ortszentrum über. Insgesamt 109 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das Weltkulturerbe vor Schlimmerem zu bewahren. Der verletzte Feuerwehrmann, der beim Löscheinsatz ausrutschte und zwei Stockwerke tief abstürzte, ist mittlerweile am Weg der Besserung. Auch die Bewohner der betroffenen Häuser, auf die das Feuer übersprang, kamen glücklicherweise nur mit dem Schrecken davon. Der Schaden ist jedoch enorm und wird auf über eine Million Euro geschätzt.

Kein Hinweis auf Brandstiftung

Die Tatsache, dass sich das Feuer in Hallstatt so rasch auf andere Gebäude ausbreitete, verunsicherte die Bevölkerung vergangene Woche enorm. Die Ermittlungen gingen anfangs zudem in alle Richtungen – auch Brandstiftung wurde nicht ausgeschlossen. Die Experten suchten in der niedergebrannten Bootshütte nach brauchbaren Spuren. „Wir haben in alle Richtungen ermittelt, auch wenn wir nicht von einer Straftat ausgegangen sind“, heißt es seitens der Ermittler. Für die Bevölkerung der Weltkulturerbe-Gemeinde legten sich dadurch viele Ängste. „Die Unsicherheit ist immer da, wenn ein Feuer ausbricht und man nicht weiß, warum“, sagt Hallstatts Ortschef Axel Scheutz. Laut Polizei sind die Erhebungen an der Brandstelle in Hallstatt soweit abgeschlossen. Seite letzter Woche laufen jedoch noch Befragungen, die im Anschluss ausgewertet werden müssen. Erst dann wird eine offizielle Abschlussmeldung bekanntgegeben.

Großes Aufräumen

Die schwerbeschädigten Dachstühle wurden vergangene Woche noch abgetragen – die Bewohner inzwischen woanders untergebracht. „Wir werden die Häuser genau wieder so aufbauen, wie sie waren. Die Eigentümer bekommen dabei Unterstützung von einer Baufirma und einem Architekten. Es wird jedoch Monate dauern, bis sie in ihre Häuser zurückkehren können“, sagt der Bürgermeister. Auch für die Versicherungen ist der Wiederherstellungsaufwand in Hallstatt höher als üblich. „Es muss nach Vorgaben des Denkmalschutzes gearbeitet werden. Oftmals auch Originalteile beschafft und bestimmte Holzarten verwendet werden“, sagt Johann Mitmasser, Obmann der Versicherungsmakler der Wirtschaftskammer OÖ.

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